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Hans Brüggemann , der 1515-1521 das bedeutende Altarschnitz,werk im Chöre des SchleSwiger Domes verfertigte, mit gruppen.reichen Vorstellungen aus der Leidensgeschichte und zwar ohneBemalung und Vergoldung.
„Die Reihe der uns bekannten Bildschnitzer deS Mittelaltersbeschließt ein sehr ausgezeichneter Künstler, Veit Stoß, einKrakauer, der zu Anfang des 16. Jahrhunderts nach Nürnbergkam. Der Einfluß der Albrecht Dürer'schen Malerei aufdie Skulptur dieses Meisters ist nicht zu verkennen. Das be.rühmteste Werk, das wir von diesem Meister noch haben, ist derenglische Gruß in der Lorenzkirche zu Nürnberg. 'Es ist ein gro.ßer Rosenkranz, dreizehn Fuß hoch und elf Fuß breit, wurde imJahr 1518 gebildet und hängt (zwar jetzt restaurirt) vor demAltare frei vom Gewölbe herab. In der Mitte desselben erblickenwir das geschnitzte und bemalte Bild der Jungfrau Maria undden Engel Gabriel von kleineren Engeln umgeben. Ueber demRosenkränze erscheint Gott Vater, der den Segen gibt, zwischenzwei anbetenden Engeln, auf einem Gewölle, das von einemEngel unten gestützt wird. Die runden Reliefs, die den Kranzbilden, stellen die sieben Freuden Maria dar. Von dem Kranzehängt die Schlange mit dem Apfel herab, deren Kopf die heil.Jungfrau zertreten soll. DaS Ganze ist sehr sorgfältig gcarbei.tet und die Bemalung und Vergoldung ist sehr zierlich. In derFrauenkirche zu Bamberg finden wir auch ein Alrarwerk vonVeit Stoß, daS er im Jahr 1523 gefertigt hat. In dem In.nern desselben sehen wir die Anbetung der Hirten in lebensgroßenFiguren. Die zwei Flügel davon, welche Scenen aus dem LebenJesu und Mariä darstellen, sind gegenwärtig unter der Orgelaufgehängt. Von Veit Stoß sehen wir noch ein weiteresWerk in der Sebalduskirche zu Nürnberg, Christus am Kreuzenebst Maria und Johannes, welches er im Jahr 1526 als einGreis von 79 Jahren schuf und womit er uns ein Meisterwerkin dem Ausdrucke deö Hauptes Christi hinterlassen hat. — Essind auch noch kleine Schnitzwerke in Holz und Speckstein vor-Handen, ausgezeichnete von den drei Nürnberger«, LudwigKrug, Peter Flöttner und Hans Teschler, aus derersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Auch Albrecht Dürerbefaßte sich mit der Kleinschnitzerei, indem von seiner Hand zweiHautreliefs in Speckstein vorhanden sind. Dürer werden auchkleinere Holzschnitzwerke zugeschrieben.