Band 
Achter Band.
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gekehrte Fall ein und eS hat darum ein neuerer Kunsthistoriker(Nosini) bemerkt, cS liege ein weiterer Zwischenraum zwischenden rohen Malereien der Griechen und den Arbeiten Ma saceio'S,als zwischen diesen und den Stanzen Raphaels.

Giotto. 1206—1334.

Giotto da Bondone (geb. zu ReSpignano im Florenti-Nischen) machte sich frei von der ängstlichen Nachahmung fremderTypen, um die Natur nachzubilden, und hieran hatte er sich be.rcitS als Jüngling gewöhnt, wo er, die Heerde seines Vatershütend, die Ziegen abbildete. Cimabue zog ihn aus der Ver.borgenheit hervor, indem er ihn malen lehrte, und bald erlangteer eine anmurhige und durchsichtige Färbung und die Kunst, seineKompositionen wohl zu gruppiern, sowie er sich auch durch einegenaue Wiedergabe der Formen und Richtigkeit der Zeichnunghervorthat, wenn auch eine gewisse Steifheit, namentlich in derZeichnung von Händen und Füßen, allzu sehr das Studium derAntike verrathen.

Seine erste Arbeit oder eine seiner ersten war Dante'SPorträt; auch dir Bildnisse anderer hervorragender Bürger malteer und zuletzt für die Kaufhalle „mit einer passenden und wahr-scheinlichen Erfindung die Commune, wie sie von gar Vielen be-raubt wird, um dem Volke Furcht einzuflößen (Vasari)". Erverdankte wohl diese patriotische Begeisterung dem vertrautenUmgänge mit Dante, und diesem ähnlich zog er in Italienumher, in den verschiedenen Städten eine Art von wandernderSchule aufschlagend. Bonifazius VUI beauftragte ihn mitmehreren Arbeiten, von denen sein „Schifflein Petri", in Mosaik,in der Halle der Basilika des Vatikans, sich erhalte»*). DaöInnere der alten Vorhalle von St. Johann im Lateran malte erin Fresko. Zu Padua, in der kleinern gothischen Kapelle derScrovcgno, auf der Stelle der alten Arena, entwarf er dasLeben der h. Jungfrau, eine liebliche Darstellung, außerdem einjüngstes Gericht, sowie die symbolischen Figuren der Tugendenund Laster, die übrigens besser gedacht alS ausgeführt sind. DieSchöpfungen seines Pinsels in Santa Chiara zu Neapel wurdenin einem Jahrhundert barbarischer Zierlichkeit weiß übertüncht,

') Er erhielt für dieses Werk 2200 und für das Gemälde am Hochaltar800 Goldgulden. Kaere xrotte vatioauo, o. S.