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über die Giganten/ in Helldunkel von Paolo Uee e llo im PalastVitaliani zu Padua gemalt. Die deutschen Maler, die zu Venedigarbeiteten, riefen daselbst Nachahmer hervor; Giacomo Bar-berino studirte dieselben sogar in ihrer Heimath und nahm ganzihre Weise an, die sich sodann in der Künftlcrfamilic Vivarinifortpflanzte.
Deutsche Malerschulen.
In Deutschland*) ward die Malerei schon sehr frühe durchdie Misstonäre eingeführt, die religiöse Darstellungen als wirk-same Unterstützungsmittel ihrer Predigten benutzten. Man zeigtin der St. Elisabeth und in der St. Barbarakirche zu BreSlausehr alte Malereien, und in der St. Bernhardinkirche eine nochberühmtere Malerei auf Holz, welche 32 Thatsachen aus demLeben der h. Hedwig darstellt. Bereits um 1450 blühte in dieserGegend eine Malerschule. Bestimmteres wissen wir von derMalerschulc zu Prag, die um die Mitte des 14. Jahrhundertshervortrat, in erhabener, poetischer Auffassung und in großerBilderfolge daS Verhältniß der als Jungfrau dargestellten Kirchezu Christus, ihrem Bräutigam, behandelnd. „AusgedehntereKunstthätigkeit begann sodann unter Kaiser Karls IV" glorrei-cher Regierung, der mit bis dahin unerhörter Liebe die Künstein seinen Schutz nahm. Theodorich in Prag (zwischen 1348bis 1375) ist der erste Meister, dessen Name unS erhalten; freivon Fremdem, zeigt sich in ihm noch das Ringen mit der unbc«wältigten Macht, der er bei aller Schwerfälligkeit doch Ausdruckund sogar Anmuth abgewonnen; ihm geht Ni colaus Wurmservon Straßburg (1357—60) zur Seite mit seinem Bruder Kuntz e,die trotz aller Mangelhaftigkeit doch eine der italienischen Kunstebenbürtige Großartigkeit behaupten. Glücklicher war die bereitsschon durch die Poesie in weichere Stimmung versetzte schwäbi.sch e Schule; hier zeigen sich schon unmuthige, zierliche Bewegungen,eindringlicher Ernst. Eine zufällig an dem Bildwerk zu Tiefenbronnerhaltene Inschrift Hai unS den Namen eines MalerS aufbewahrt,der auch schon bessere Tage gesehen haben mag, was ihm einenharten, rührenden Wehruf auspreßt: „Schrie, Kunst, schrie undklag dich ser. Din bcgert. jecz. Riemen, mehr. so o. we. 1431.
s) Vergl. darüber einige allgemeine Bemerkungen. Bd VII. (MitklägerBd. III) S. 740.
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