Band 
Achter Band.
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von ihm sind die großen Altarwerke in der Marienkirche zuZwickau (1479) und zu Schwabach (1507), ferner die „GeburtChristi" — jetzt in der Münchener Pinakothek —und, als Bestes,ein Gemälde in der Morizkapelle zu Nürnberg (1511). Seineinziger namhafter, aber auch großer Schüler ist AlbrechtDürer, den wir jedoch wie die andern Koryphäen der späternschwäbischen oder aber deutschen Schule, die Holbein u. A.,ebenso den aus der fränkischen wie schwäbischen Kunstwelse her-vorgegangcnen Luc. Kran ach — in der folgenden Periode näherkennen lernen. Für jetzt haben wir nur noch einen Blick aufdie berühmte Kölner Schule zu werfen. „Was Nürnberg fürdie Skulptur, das und noch mehr war Köln für die Malerei.Schon Wolfram v. Eschenbach gedenkt der „Schildrer vonKöllne und von Mastricht", woraus wohl hervorgehen dürfte,daß eine Kölner Schule fast 200 Jahre vor van Eyck ganzallgemein berühmt war, so daß der Dichter sie vorzugsweise alsBeispiel nennen konnte und zwar ein Dichter, der im südlichenDeutschland, also in ziemlich weiter Entfernung von jenen Städten,einheimisch und wohnhaft war. Ohne Verbindung mit den Ma-lerschulen Italiens, ohne byzantinischen Einfluß, erblühte dieKunst in eigner voller Selbstftändigkcit. Was die andern deut-schen Schulen Rühmliches gezeigt, ist hier noch in gesteigertemMaße; die feierliche Würde ist —wie Förster sagt—von süßerAnmuth gemildert, die Schönheit ist vorn Liebreiz der Unschuldund Heiligkeit umflossen; alle Gestalten sind lebendig, aber es istkein irdisches bekanntes Leben, sondern ein himmlisches; weichefließende Gewänder umgeben die zarten und schlanken Gestalten,die mit ihren lichten Flcischtöncn und leuchtend farbigen Klei-dcrn auf glänzendem Goldgrund stehen und eine durchaus idealeWelt vor die Seele zaubern. Die Vorläufer davon sind die be-reits im Jahr 1320 vollendeten Malereien über den Chorftühlenan den Schranken deS hohen Chores im Dome, dann die Apostel-und Heiligenfiguren in St. Kunibert und Gereon"*). Demersten Namen dieser Schule begegnet man in Meister Wilhelm,von Herle bei Köln, im Jahr 1360 zum Erstenmale erwähnt.AuS der Schule dieses Meisters, die um die Hälfte des 14. Jahr.Hunderts den andern deutschen Schulen weit vorangegangen war,finden sich Werke an verschiedenen Orten. Daß er selbst noch

*0 Hyac. Holland, A. a. O.

D. B.