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bei Lebzeiten hochberühmt war, bezeugt die Limburger Chronik,die im Jahr 1380 sagt: „In dieser Zeit war ein Maler zuKöln, der hieß Wilhelm. Der war der beste Maler in allendeutschen Landen, als er war geachtet von den Meistern. Ermalet einen jeglichen Menschen von aller Gestalt, als hätte ergelebt". Mit dem Anfang des 15. Jahrhunderts tritt aber einKünstler auf, der die Kölnerschulc zur bewunderungswürdigenVollendung führte, Meister Stephan. Ueber sein berühmtestesWerk, ein Altar in der AgncSkapclle des Kölner Domes, früherin der Kapelle deS Rathhauses, (wahrscheinlich von 1410) findetsich folgende Angabe in dem Kölner Städtebuche von 1574: „Indieser Kapelle ist eine so kunstreich gemalte Altartafel, daß sieauch die hochcrfahrenen Maler nit genugsam loben und sich anderen mit hohcstem Verwundern crfettigen können". Dieses Altar-werk bildet einen geschlossenen Kasten, auf dessen Flügeln wirMaria Verkündigung sehen, einerseits Maria, wie sie in ihremkirchlich geschmückten Gemache vor ihrem Betpulte kniet, ande-rerseits den Engel mit schlankem Wüchse und mit einem weitenweißen Mantel bekleidet, unter welchem ein bläuliches Leibkleidhervorscheint. Wird der Altar geöffnet, so erscheint das acht einhalb Fuß hohe und neun Fuß breite Mittelftück, welches in sei-ner Mitte die thronende Maria mit dem Christkind auf ihremSchoße sitzend darstellt, wie ihm von den heil. drei Königen ge-opfert und gehuldigt wird, von welchen einer rechts, der anderelinks von Maria knieet, mit zahlreichem Gefolge. Auf den in-nern Seiten der Altarflügcl ist rechts St. Gereon, Anführer derthebaischen Legion, mit seinen Kriegsgefährten, links die h. Ur-sula mit ihrer Reisegesellschaft. Außer diesem herrlichen Werkewerden dem Meister Stephan noch manche andere zugeschrie-ben, auch Miniaturen (in einem Gebetbuche in der Bibliothek zuDarmstadt). Ucberhaupt beweist die Menge von Gemälden ausdieser Zeit, die eine große Aehnlichkeit mit den Werken deSMeisters Stephan zeigen , daß die Maleret damals in Kölnsehr beliebt und vielfach geübt wurde, und daß Stephan vieleSchüler hatte von hohem Kunstsinn und großer Kunstfertigkeit.Mit diesen Erscheinungen neigt aber diese liebliche Schule ihremEnde zu, die auf dem Wege war, aus freier, eigener Kraft er-habene Anschauungen zu versinnlichen und durch ideale Formeneine hohe Stufe der Vollendung zu erreichen.
Die erneuerte Architektur zeigte sich in Frankreich erst, als