Band 
Achter Band.
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Ausdehnung zweifelhaft. Dieser drang nach Norden vor, zu denZinn-Jnscln, vielleicht England/ oder Irland, oder auch nur dieScilly.Jnseln.

DaS hauptsächlichste Ziel deS HandelS zu Lande und zuMeer war Indien. Dorther bezog man die kostbarsten Waaren,Farbestoffe, Elfenbein, Gewürze. Um zu Lande dahin zu gelan.gen, vereinigte man sich zu Carawanen, und verfolgte mit Pfer.den, Eseln und Kameclen, je nach der Art der Gegend, diejenigenWege, welche erfahrungsgemäß am wenigsten beschwerlich, ambesten mit Wasser versehen waren und die geeignetsten Ruhcpunktedarboten. Auf diesen langen Fahrten trafen Züge zusammen,welche anderöwohin gleiches Ziel erstrebten, oder ausdrücklich zudem Zwecke ausgegangen waren, um die Erzeugnisse ihrer Hei.math unterwegs an die Vorübcrreisendcn zu verwerthen. ESbildeten sich Märkte an solche» Orten gemeinschaftlichen Zusam.menlrcffens, man feierte dort Feste, verband den Handel mit derReligion. Von da an strömten auch die Andächtigen herzu.Der Ort wurde heilig und geweiht, empfing doppelten Ruf, dop.pelte Wichtigkeit, und sofort erhob sich dort ein Dorf, erweitertesich das Dorf zur Stadt. AuS solchen Rücksichten sind die Han.delSstraßen deS Alterthums so unveränderlich, und wenn eine anihnen bclegcne Stadt zu Grunde ging, so entstand sofort ineiniger Entfernung eine neue, welche den Kaufleuten ähnlicheBequemlichkeiten bot.

Zu Meer wußte man nur längs der Küsten ArabienS nachIndien zu gelangen. Daher die Anmaßung eines MonopolS vonSeiten der Bewohner dieser Küsten, von denen die Schiffer sichnicht zu trennen wagten, an denen man sie aber fernerwcit nichtmehr hinabführen ließ. Daher wieder die Meinung, daß Weih-rauch, Myrrhen, Cassia, Zimmt, Opium in Arabien erzeugt wür.den, und der Beiname des „Glücklichen", den man dem Landevon Yemcn gab.

Außer diesen Reisen zum Zwecke des Erwerbes wurden anderedurch die Wißbegierde veranlaßt. Der König von Egypten, Necho,verband den Nil mit dem arabischen Meerbusen durch einenKanal. Dann sendete er phönizische Schiffer aus, welche Afrikaumkreisend durch die Meerenge von GadeS heimkehrten. Vonjener Seite aus kostete eS den Phöniziern weit weniger Mühe,daS Kap der guten Hoffnung zu umfahren, alS später den Por.tugiesen in entgegengesetzter Richtung. Nach ihrem Auötritte