Band 
Achter Band.
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a»S der Straße Bab-el-Mandeb hielten die Ersteren vom KapGardafui ab, trieben mit den nordöstlichen Passatwinden dieKüste entlang, traten südwestlich von Madagascar in den reißen-den Strom der Bank der Nadeln, erreichten das Kap, umsegcl-ten dasselbe, gelangten bis zum sechsten biö vierten Grad nörd-licher Breite mit den dort regelmäßig wehenden südöstlichen Win.den, halfen sich mit abwechselnden See- und Landbrisen an derKüste hinauf, bis zu dem Punkte, wo sie diesseits des KapsMogador von dem Strome erfaßt wurden, der sich aus demOcean in das mitclländische Meer stürzt. Auf diese Weise führ-ten die Phönizier in der Kindheit der Kunst mit LeichtigkeitauS, was die Portugiesen nur durch die gefährlichsten Anstrcn.gungen ermöglichten, weil sie durch alle die Umstände begünstigtwurden, welche sich diesen entgcgenstemmtcn.

Von den Phöniziern sind keine ursprünglichen Denkmaleübrig geblieben. Aber die Fahrten ihres Herkules versinnbtld-lichen die zahlreichen Ansiedlungen, welche sie längs des mittel-ländischen und atlantischen Meeres anlegten. Die Reise der Ar-gonauten kann hier gar nicht in Betracht kommen. Innerhalbeines Monats zogen sie trotz aller Stürme von einem EndeEuropa'S zum andern, und schleppten daneben ihr Schiff an einemStricke hinter sich die Küsten entlang. Eben so wenig Bedcu-tung hat Odysseus Fahrt, der die Gränzen deö Ozeans in einemTage erreicht.

Auf die Erdkunde der Schriftsteller deS Alterthums darf mankein Gewicht legen. Oft ist dem Jüngeren eine Thatsache un-bekannt, die sein Vorgänger ganz bestimmt wußte. Als die Phö-nizier schon dem Ocean trotzten, erschien den Helden Homers dieUeberfahrt von Afrika nach Sicilien höchst wunderbar. Dervorzüglichste Erdkundige des Alterthums, Herodot, machte großeReisen. Wißbegierig und verständig, bekümmerte er sich um dieGebräuche fremder Länder, und wenn er sie dann auch in derdichterischen Form beschrieb, welche der Geschmack seines Volkesverlangte, so haben doch spätere Berichte gezeigt, welche Mengevon Wahrheiten in den Erzählungen enthalten sind, die denäußern Anschein von Fabeln an sich tragen. Im völligen Gegen-satze zu der Weise der Neuern schildert er die Länder in ihrenBewohnern. Daher lassen sich nach seinen Angaben die Orteschwer wiederfinden, da die Bevölkerungen mehrfach ihre Sitzegewechselt haben. AlS Geschichtschreiber richtet er seine Auf-