Band 
Achter Band.
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Prüfung seiner Pläne, die großen Bestrebungen so nothwendigenSympathien, auch neue Empfehlungen an Königin Jsabella.In Helm und Panzer kämpfte sie damals in der Vega, und Bru-der Perez und sein Schützling, die sie beschworen, das Geschenkeiner neuen Welt anzunehmen, mußten erfahren, daß sie, obgleicheine Frau, dem Enthusiasmus keinen Einfluß gestattete auf dieBerechnungen der Klugheit. Colombo traf sie (1492) in deraus einem Kriegslager emporgewachsencn Stadt Santa Fe undsah die letzte Beste der Moölim und ihren glanzvollsten Sitz inSpanien fallen. „Traurig und muthlos inmitten deS allgemeinenJubels, war er ein gleichgültiger, ja fast höhnischer Zuschauereines Triumphes, der alle Herzen mit Jubel erfüllte"*). Aberdieser Triumph bahnte ihm doch den Weg und flößte den Muthein, an neue Unternehmungen zu denken. Und wirklich begannman nun auch ernstlich mit ihm zu unterhandeln und die Bedin.gungen, welche er in Vorschlag brachte, zu erwägen.

Dem spanischen Stolz mußte cS nicht wenig auffällig sein,daß dieser unbekannte Italiener nichts weniger beanspruchte alsdie Titel eines Admirals und Vizekönigs der zu entdeckendenLänder, daß das Genie es wagte, die Ehren zu beanspruchen, diesonst nur dem Zufall der Geburt zu Theil werden. Er wurdedaher mit Verachtung abgewiesen und verließ den Hof in vollerUngnade, mit der Bitterkeit im Herzen, die bei einem großenMann aus dem Bewußtsein verkannt zu werde» entspringt. Erwar im Begriff, das undankbare Spanien zu verlassen, als eseinigen wohlmeinenden Personen doch noch gelang, die Königinwieder günstiger zu stimmen. Man beschränkte sich indessen aufsehr bescheidene Zugeständnisse und fand, daß zwei Schiffe und300,000 Kronen für das Unternehmen genügten; Colombo sollteden achten Theil der Kosten übernehmen und dafür in demselbenVerhälinisse am Gewinne betheiligt werden. Die Königin wollteihre Kleinodien hergeben Behufs Aufbringung jener Summe, esgelang jedoch dem Minister Sant-Angelo sie herbeizuschaffen.Folgender Vertrag wurde abgeschlossen (1492, 17. April):

Colombo sollte zeitlebens, und nach ihm für alle Zeit seineErben und Nachfolger, die Würde eines Admirals bekleiden inallen den Inseln und Ländern, die er im Weltmeer entdecken odererwerben würde, und zwar mit denselben Ehren und Vorrechten

') Clemencia, Lob der katholischen Königin.