Band 
Achter Band.
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des Großadmirals von Caftilien in seiner Jurisdiktion. Er sollteVizekönig und oberster Statthalter sein in allen diesen Inselnund Ländern und das Recht haben, für die Statthalterschaftjeder Insel oder Provinz drei Candidaten vorzuschlagen, von denenFerdinand und Jsabella einen ernennen würden. Er sollteAnspruch haben auf den zehnten Theil von allen Perlen, Edel-steinen, allem Gold und Silber, allen Spezereien, LandeScrzcug-Nissen und Waaren irgend welcher Art, die innerhalb der Grän-zen seiner Jurisdiktion würden gefunden, gekauft, eingetauschtoder sonst erworben werden, abzüglich der Kosten. Der Admiraloder sein Stellvertreter (Lieutenant) sollte alleiniger Richter inallen den Streitfragen und Zwistigkcitcn sein, die sich in Han-delssachen zwischen den entdeckten Ländern und Spanien auf-werfen würden, vorausgesetzt jedoch, daß der Großadmiral vonCastilien in seiner Jurisdiktion dasselbe Recht habe. Es sollteihm jetzt und allezeit gestattet sein, mit einem Achtrheil an denKosten der Ausrüstung und sohin in demselben Verhältnisse andem Gewinn sich zu betheiligen.

Als Strafe für eine Meuterei war dem Hafenort PaloS auf-erlegt worden, der Krone jährlich zwei Caravclcn zu stellen, unddiese wurden dem Admiral bestimmt. Die Bruder Pinzon da-selbst lieferten ihm die Mittel zur Ausrüstung eines drittenSchiffes, um der gegen den wenig großmüthigen Hof übernom-menen Verpflichtung zu genügen. Nun hatte er aber noch mitdem Widerstände der Seeleute von Palos zu kämpfen, die alleTheilnehmer an einer Unternehmung, welche man später, um sieherabzuwürdigen, für leicht und geringfügig ausgab — als demsichern Untergang geweiht erklärten. Man mußte zu despotischenMaßregeln schreiten, welche die Aufregung noch höher steigerten,so daß jene Seeleute sich einbildeten, der ganze Plan sei nurvom Könige abgekartet, um sie für die frühere Meuterei zu züch-tigen, bis eS endlich dem Ansehen und Einfluß des als kühnerSeefahrer berühmten Martin Alon so Pinzon gelang, sie zuberuhigen und zum Gehorsam zu bewegen.

So konnten endlich die „Santa Maria", „Pinta" und „Nina"— drei kleine, leichtgebaute Schiffe, von denen nur eines einVerdeck hatte, alle drei armselig ausgerüstet, in einem kaum see-fähigen Zustande befindlich, mit sehr hohen Vorder- und Hinter-kastelten und Hütten für die Mannschaft, welche, waö dasSchlimmste, zur Einschiffung gezwungen worden — endlich zum

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