Band 
Achter Band.
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Sän Martins auf der eben erwähnten Weltumsegelung etlicheBeobachtungen über geographische Längen zufolge den Abweichn«,gen und Oscillationen der Gestirne.

um zwei Drittel verkürzen würde". Die Erpedition des Alvaro deSaavedra wird aus einem Haftn der Provinz Zacatttta an der West-küste von Meriko nach den Molukken geschickt. Hernan Corlez corre-spondirte (1527) von der neu eroberten merikanischen Hauptstadt Tenoch-ntlan aus „mit den Königen von Zebu und Tidor in der asiatischenInselwelt". So schnell vergrößerte sich nämlich die Weltansicht und mitihr die Lebhaftigkeit des Weltverkehrs ! In dem Gebiete der Wärmever-theilung und Meteorologie war schon am Ende des 15. und in dem An-sauge des 16. Jahrhunderts die Aufmerksamkeit gerichtet aus die mitwestlicher geographischer Länge abnehmende Wärme (auf die Krümmungder sothernen Linien), auf das von Bacon von Verulam verallge-meinerte DrchungSgesetz der Winde, auf die Abnahme der Luftfeuchtigkeitund Regenwärme durch Zerstörung der Waldungen, auf die mit der zu-nehmenden Höhe über dem Meeresspiegel sich vermindernde Temperaturund auf die untere Gränze des ewigen Schnees. Daß diese Gränz»Funktion der geographischen Breite ist, wurde zuerst von PetrusMarthr Anghicra 1510 erkannt. Alonso de Hojeda und Ame-rigo VeSpucci hatten die Schneeberge von Santa Marta ('I'ieiw»»biövaäss cke Oitarwa) bereits 1500 gesehen; Rodrigo BastidaS undJuan de la Cosa untersuchten sie mehr in der Nähe 1501; aber erstnach den Nachrichten, welche der Pilot Juan VeSpucci, Neffe desAmerigo, seinem Freunde und Beschützer Anghiera über die Erpe-dition des Colmenares mittheilte, bekam die an dem GebirgSuftr desantillischen Meeres sichtbare tropische Schnee region eine große, manmöchte sagen kosmische Bedeutung. Die untere Schneegränze wurde nunmir allgemeinen Verhältnissen der Wärmeabnahme und der Verschieden-heit der Klimate in Verbindung gesetzt. Aber die wichtige Zeitepoche derEntdeckungen im Erd räum«, die plötzliche Eröffnung einer unbekanntenErdhälste hat auch die Ansicht der Welträume, oder, wie ich michbestimmter ausdrücken sollte, des scheinbaren Himmelsgewölbes erweitert.Weil der Mensch, nach einem schönen Ausdruck des elegischen Garci-laso de la Vega, in der Wanderung nach fernen Ländern (unter ver-schiedenen Breitegraden) „Land und Gestirne" gleichzeitig sich ändernsieht, so mußte das Vordringen zum Aequator an beiden Küsten vonAfrika und bis über die Südspitze des Neuen Continents den Seefahrernund Landrcisenden jetzt länger und öfter das prachtvolle Schauspiel dersüdlichen Sternbilder vorführen, als es zu den Zeilen des Hiram undder Ptolemäer, zu der der römischen Weltherrschaft und des arabischenHandelsverkehrs im rothen Meer oder in dem indischen Ozean zwischender Straße Bab-«l-Mandeb und der westlichen Halbinsel Indiens geschehenkonnte." D. B.