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ihrer Bruder zusammen, durch schone Darstellung, nicht durchNeuheit deö Inhalts und Kritik ausgezeichnet. Andere Gelehrtenggben umgekehrt den Reisenden nützliche Winke: Petrus Mar-kir, den wir bereits erwähnt, Gesner, Belino,OrteliuS,Münster, Belleforest bestimmen die Punkte, auf welchedie ufmcrksamkcit sich richten müsse, um mehr Ordnung in dieErforschung der neuen Länder zu bringen.
Solchergestalt war eine neue Literatur entstanden; denn vonweit verschiedener Natur sind die Rcisenbeschrcibungcn der Gric-chcn, wo gemeiniglich, waS fremd ist, vcrnachläßigt ist, keineVergleichungen angestellt werden und die Kritik häufig mangelhaftgchandhabt wird. Was die Araber und Chinesen betrifft, so sahendiese Alles mit durch Leidenschaft und Vorurtheil umschleicrtenAugen an. Die meisten Erzähler deS 15. Jahrhunderts abernahmen selbst Antheil an den Entdeckungen, verhehlen ihrErstaunen gegenüber dieser Masse von Wundern, sind nicht er.griffen, hingerissen von den Schönheiten der Natur und offenbarenohne Bedenken ihre Liebe zum Golde; sie geben ihre raschen Ein-drücke als treue Beobachtungen, und wiewohl leichtgläubig, zu-weilen selbst unwahr, verbreiteten sie doch eine große Menge neuerIdeen; ihnen ist eS zu danken, wenn die Geschichte aufhörte,rein griechisch oder römisch zu sein und sich auf den universalenStandpunkr stellte. Sodann gaben sie außer der Befriedigungder Neugierdc den Impuls zu erhabenen Betrachtungen über dieNatur und die menschliche Bildung, wie man eö bald bei Bodin,sodann bei Montesquieu sieht.
Zu wiederholten Malen schon waren wir erstaunt, wie imgleichzeitigen goldenen Zeitalter der italienischen und spanischenLiteratur die so bilderreichen Berichte der Reisenden nicht ver-mochten, dieselbe übermächtig auf eine neue Bahn zu leiten, dieGeister von den Wäldern Arkadiens und den Abenteuern der Ritterabzuziehen und sie zu bewegen, die neuen Scenen auszumalen,sie zu bevölkern mit jenen noch unerforschten Wundern, die mitdem Zauber deS Ungewöhnlichen den Reiz der Wahrheit verbinden.Die Vorliebe für die antiken Formen behielt aber die Oberhandund man verharrte bei den Amaryllen und dem Schatten derBuchen. Einzelne hervorragende Geister schöpften allerdings ausder glänzenden Fluth von Poesie, welche in den Schilderungen