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denen Marco Polo/ die Reisenden und arabischen Novellendie Paläste der orientalischen Fürsten ausgestattet/ dies ver-meinte jedweder in der neuen Welt in Hülle und Fülle zu finden.Die wenigen von daher mitgebrachten Proben wurden von derEinbildungskraft übertrieben oder überschätzt von den Berechnun-gen einer unersättlichen Hoffnung. Die Regierung.nicht minderverlangte Gold zur Entschädigung für die Expeditionskosten undum die eigenen Kassen zu füllen. Vergeblich wiederholte Colomb 0 /man müsse sich gedulden/ eS habe ja auch Portugal warten müssen/bevor eS Nutznießungen aus Guinea gezogen; man wollte dieFrucht / bevor sie reif war, und fällte den Baum / um sie zupflücken.
Zum Statthalter dieses Hiöpaniola/ welches EolumbuSein Paradies gedcucht/ sendete man Nicolas Ovandv/ einenklugen Mann zwar, für die Leitung gerade dieses Landes aberwenig geeignet; denn wiewohl er die Rechte der Krone überdasselbe einschränkte, wandte er doch große Strenge und Härtean, um die Eingebornen zu der ihnen widerstrebenden Arbeit zunöthigen. Die dahin ausgewandert, wurden, als sie inne wurden,daß sie ohne Mühe und Anstrengung nichts erreichten und ihreVorräthe zu Ende gehen sahen, bevor sie sich neue angeschafft,entmutbigt und fluchten — nicht ihrer eigenen Leichtgläubigkeit,sondern den Lügenberichten Anderer.
Um Empörungen zu verhindern hatte Colombo sich genöthigtgesehen, den Caziken einen Tribut von Menschen statt von Natur-Produkten aufzulegen. Bobadilla verschlimmerte durch seineunvernünftigen Maßregeln die Lage der Unglücklichen; eS wurdenbittere Klagen erhoben, welche namentlich durch die Missionärenach Spanien gelangten, die, wo Andere nach Gold suchten, dieHerzen zu gewinnen strebten. Jsabella, diesen Klagen Gehörschenkend, erklärte, die Jndier seien frei geboren und könntendeshalb ohne den triftigsten Grund zur Knechtschaft nicht ge-zwungen werden. Ovando aber beeilte sich, ihr zu beweisen,daß eine solche ganz unerwartete Erklärung die Kultur der Inselrein unmöglich mache (1502), worauf die Königin , schwankendzwischen den milden Absichten der Religion und den unmenschli-chen Forderungen der Politik, sich damit begnügte, Mäßigunganzuempfehlen; erscheine eS durchaus nöthig, die Indianer zurArbeit zu zwingen, so möge der Zwang wenigstens in der milde-sten Form geübt werden.