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der Kanzler des Königs/ ein seiner Unbescholtenhcit wegen höchstgeachteter Mann, in demselben nichts Verfängliches und meinte,ein Neger wiege für die Arbeit vier Jndier auf. KarlV be-willigte aus Finanzrücksichten seinen Flamändern das Privileg,die spanischen Kolonien mit dieser Waare zu versorgen; jeneverpachteten sodann an die Genueser das Recht, 80,000 Negervon Guinea in dieselben einzuführen für 25,000 Dukaten. Inder Nacht vom 26. Dez. 1522 entwischten zwanzig Neger aus denArbeitswerkstätten des Don Diego Colombo, vereinigten sichmit den andern, massacrirten die Spanier und widerstanden, alösie angegriffen wurden, bis sie der Uebermacht erlagen. Das wardie erste Hekatombe; allein es vergingen noch dreihundert Jahre,bis die Rache für die große Ungerechtigkeit da, wo sie begonnen,vollzogen wurde.
Auch hier widersetzte sich die Kirche. Schon am 7. Oktober1162 hatte Pius II ein Brcve gegen die Portugiesen erlassen,weil sie die Neophylen Gutnea's in Sklaverei führten, undPaul 1H, welcher es für eine Erfindung deS Teufels erklärthatte, zu behaupten, die Indianer könnten zu Sklaven gemachtwerden, schrieb am 29. Mai 1537, die Nrgereinfuhr verwerfend,an den Erzbischof von Toledo: „Die menschgewordene Weisheit,die nicht betrügen noch betrogen werden kann, verordnete denAposteln, als sie solche aussandte, das Evangelium zu predigen,alle Völker zu lehren und ohne Unterschied Allen das Licht zubringen, weil alle fähig sind, eö zu cmpfahen. Aber der alteFeind des Menschengeschlechts, stets entgegen den guten Werkenund Allem, so die Menschen zum Heile führen kann, hat, um zuverhindern, daß das Evangelium allen gepredigt werde, ein bisauf unsere Tage noch unbekanntes Mittel ersonnen. Denn Men-scheu voll schändlicher Begier und unablässig bestrebt, selbige zubefriedigen, dienen als Werkzeuge der Bosheit Satans, um zuhindern, wo möglich, daß die Kirche die Völker deS OrientS unddeS OckidentS, die uns seit Kurzem erst bekannt geworden, inihrem Schoße empfange. Es sollen die Indianer zufolge jenenLehrern der Lüge a!S Thiere betrachtet und demgemäß behandeltund in die Sklaverei geführt werden, sei es, weil sie ohne Glaubelebten, sei es, weil sie unfähig, denselben aufzunehmen. Unterdiesem Vorwande, der, wie die Erfahrung UnS sagt, nichts alseine unsinnige Verläumdung, behandeln sie die armen Indianerhärter als Lastthicre, fesseln, schlagen, mißhandeln sie auf jede