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Weise und finden ein grausames Vergnügen darin, fie leiden zusehen. Wie Wir nun nicht vergessen können, daß Wir ChristiStellvertreter find und Ihn auf Erden zu vertreten haben aufdem Posten, wohin GotteS Barmherzigkeit ohne Unser VerdienstUns gestellt, so werden Wir nichts unterlassen, um zu bewirken,daß in den Schasstall des guten Hirten eingehen alle Schafeseiner Heerde. Auch find die Indianer nicht minder würdig Un-serer Fürsorge, weil fie Menschen wie wir, und fie können nachgehöriger Unterweisung nicht blos daS Geschenk des Glaubensempfangen, sondern fie betragen fich auch, wie wir wissen, mitlobenswerther Beharrlichkeit in Allem, waS die christliche Fröm-migkeit angeht. Um ihnen also die schuldige Gerechtigkeit ange-deihen zu lassen, wie auch um Alles aus dem Wege zu räumen,was ihrer Bekehrung hinderlich sein könnte, erklären Wir, daßdie Indianer, gleich allen andern Völkern, so noch nicht getauftfind, ihrer natürlichen Freiheit und des Eigenthums ihrer Gütergenießen sollen, daß Niemand ein Recht hat, fie zu stören oderzu beunruhigen in dem Besitze, den fie aus der freigebigen HandGotteS haben, des Herrn und Vaters aller Menschen, und daßAlles, was dem zuwider geschieht, verdammt sei vorn göttlichenund natürlichen Gesetze. Demgemäß ermähnen Wir alle Gläubi-gen, die mit den Indianern und den andern Völkern verkehren,fie zum katholischen Glauben heranzuziehen, die eine» mittelst derPredigt, andere durch besonderen Unterricht, alle durch das Bei-spiel."
Diese Worte des Papstes haben fich sortgepfianzt durch seineNachfolger bis herab zu Gregor XVI, der den Negerhandelunbedingt verbot*). Auch die Sorbonne antwortete aus dieFrage, ob die Neger Afrika'S gewaltsam geraubt werden, ob dieKolonisten fie kaufen dürsten, ohne nach deren Herkunft zu fra-gen, und zu welcher Genugthuung die Käufer und Verkäufer ge-halten wären, wie man eS von dieser gelehrten Körperschaft er-warten durfte.
*) Urban VIII verbot es am 22. April 1639, die Neger ihrer Freiheitzu berauben, fle von ihrem Vaterlande, ihren Weibern und Kindern zutrennen. BenediktXIV wiederholte am 20. Dezember 1741 das Näm-liche an die Bischöfe Brasiliens. P ius VII förderte den Eifer seinerZeitgenossen für die Abschaffung des Negerhandels. Gregor XVI ver-bot ihn am 3. September 1839.