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die Idee eingab, daS Land zu bebauen, ohne die Hülfe vonPflü-gen oder Thieren; aus den nahen Bergen leiteten sie Wasser aufihre Triften, in denen der Mais, der Cacao, Taschenpfeffcr, Ba-taten, Jalappen, Manille, Pisang und andere köstliche Früchte,sowie Nutz- und Färbcgewächse trefflich gediehen. Sie besaßenkeine großen Thiere, aber die kleineren Hausthiere verstanden siein eigenen dafür bestimmten Räumen vortrefflich zu pflegen. Dengroßen Nutzen der bei ihnen einheimischen Cochenille kannten sieschon frühe und sie verwandten auf die Zucht dieses Insekts dienämliche Sorgfalt, die man andcröwo der Seidenraupe angedeihenläßt. Uebcrhaupt war in Mexiko jede Kunst dcS Bedürfnissessowie des LuxuS vertreten und die betreffenden Handwerker wohn-ten in besondern Stadttheilen zusammen, hier die Goldschmiede,welche mit Gcschicklichkeit die feinsten Arbeiten ausführten, dortdie Schneider, oder die außerordentlich kunstreichen Weber oderdie Färber. Die Spanier waren höchlich erstaunt über ihre Bau-ten, ihre Skulpturarbeiten, ihre geschnittenen Steine, Schmuck-sachen in Gold und Webereien. CortcS schrieb an Karl V:„Außer einem Haufen von Gold und Silber, legten sie mir klei.uere Schmucksachen und so kostbare Goldschmiedearbeitc» vor, daßich sie nicht einschmelzcn ließ und davon im Werthe von 100,000Dukaten zurücklegte, um eS Ew. Majestät anzubieten. Sie sindvon überraschender Schönheit und ich bezweifle, ob jemals irgendein Fürst dergleichen besessen. Ich füge hinzu, daß König Mon-tezuma alles, was Erde oder Wasser hervorbringen, in Gold, Sil-ber, edlen Steinen, Vogelfcdcrn in einer Vollkommenheit, dietäuschend die Natur nachahmt, hat abbilden lassen. Obgleich mirdergleichen vieles für Ew. Hoheit gegeben worden, habe ich vonden Eingebornen auch noch andere Goldschmiedearbciren nach vonmir gegebenen Zeichnungen anfertigen lassen, wie Kruzifixe, Heili-genbilder, Halsketten; und da daS Ew. Hoheit zukommende Fünftelüber 100 Mark betrug, gebot ich diesen Goldschmieden, darausPlatten, Trinkgefäße und Löffel zu verfertigen, was alles mitbewunderungswürdiger Genauigkeit ausgeführt worden." Mitzubereiteten Farben fertigten sie Gemälde, die nicht bloö denZweck hatten Thatsachen auszudrücken, sondern auch Verbildlichun-gen der Sprache waren; denn sie zeichneten vermittelst Hiero-glyphen, nicht minder gehcimnißvoll als die egyptischen, dienationalen Ereignisse und Fakten auf; Archive, angefüllt mitsolchen kostbaren geschichtlichen Denkmälern, gingen durch die