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der Eigenschaft oder des Gebrauchs mit denen der Sitten u. dgl.verbinden kann. In dieser Mundart besaßen sie Reden undDichtungen/ die durch mündliche Ueberlieferung sich erhielten;düstere Ideen und Betrachtungen über den Tod sind darin vor.waltend. Sie besaßen sogar eine Schaubühne/ auf welcher siekomische Szenen zu Ehren der Götter darstellten*). Sie hattengroßes Wohlgefallen an der Musik und noch mehr am Tanze/ derbei ihren religiösen Ceremonien eine Hauptrolle spielte. Auchwurde ihre außerordentliche Geschicklichkeit gerühmt in allenSpielen/ wo eS auf körperliche Kraft und Gewandtheit ankommt.
Im Charakter der Mexikaner herrschte jedoch ein gewisserbetrachtender Ernst vor. Klagen und Schmerz veranlaßten beiihnen jene Ereignisse des Familienlebens / die sonst alS Freuden,feste begangen zu werden pflegen. Dem Neugebornen sagten sie:Du bist in die Welt gekommen um zu leiden / darum leide undertrage mit Geduld. Die Lehre/ welche der Vater seinem Sohne
*) Acosta sagt: Zu der Vorhalte des Tempels von Quetzalcoatl befandsich ein kleines Theater von dreißig Quadratfuß mit einem wunderlichenweißen Anstrich, geschmackvoll mit Laub und blühenden Zweigen geschmückt,Der Feierlichkeit halber hatte man rings umher Bogen angebracht, mitzierlichen Gewinden aus Blumen und Federn bedeckt, zwischen welchendie farbenreichsten Vogel des Landes, sowie Kaninchen und andere nied-liche Thiere aufgehängt, überhaupt für das Auge reizende und vergnü-gende Gegenstände angebracht waren. Die Vorstellungen waren Possen-haft und die Darsteller gaben vor, an Taubheit, Erkältung, Lahmheit,Blindheit und dergl. zu leiden und gekommen zu sein, um von GottHeilung zu erbitten. Die Tauben antworteten kreuz und quer, die Er-kälteten hörten nicht auf zu husten, die Lahmen hinkte» umher und jedererzählte von seinem Uebel. Das Volk lachte herzlich. Darauf erschienenandere in den Gestalten verschiedener kleiner Thiere, als Käfer oder alsKröten oder als Eidechse», und wo sie sich begegneten priesen sie einan-der ihre Eigenschaften und stritten sich um den Vorrang. Diese Streitig-keiten, sowie die Art und Weise, wie die Darsteller sich dabei geberdeten,unterhielten die Zuschauer in hohem Grade, umsomehr als, was sie sag-ten sehr geistreich, voller Laune und Witz war. Es erschienen auch Tem-pelknaben in der Verkleidung theils von Schmetterlingen, theils vonverschiedenartigen buntbesiederten Vögeln; sie erkletterten die Bäume, diezu diesem Zweck eingepflanzt worden, und wurden von den Priestern mitaus Erde gedrehten Kugeln aus Blasröhren beschossen, was diesen ver-meintlichen Thierchen zu manchen Grimassen und Possen Anlaß gab.Ein allgemeiner Tanz aller Mitwirkenden machte den Schluß dieser Vor-stellungen.