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Religion.
DaS Schwert der spanischen Krieger und der Eifer derMissionäre haben so spärliche Spuren von der mexikanischen Re-ligion übrig gelassen/ daß sich nur wenig über dieselbe sagen läßt.Teotl/ der höchste Gott des Gute«/ war dem bösen Tlekatccolototlentgegengesetzt; er belohnte und bestrafte in der andern Welt oderließ auf dieser die Seelen in Thierkörper übergehen. AndereGötter/ in den wunderlichsten Gestalten dargestellt/ beschützten dieverschiedenen Elemente/ Naturprodukte/ Berufe und Stände.Uitzilopotli/ Verbildlichung der Sonne und Oberhaupt der vonMexi (Mctzli/ der Mond/ ein vergötterter Held) geführten Ko-lonie/ hatte selber die Vorschriften seines Kultus gegeben/ der inNiederwerfungen/ Fasten und Opferung wohlriechender Dingebestand; im Kriege ward sein Bild in der Mitte des Schlacht-feldes aufgestellt und alles hing von seinem Willen ab. Die vonihm geführten Völker hatten in Folge eines Orakels eine langeWanderung unternommen/ bis er das Zeichen der Ankunft imverheißenen Lande gab. Zum Andenken an dieses Ercigniß wurdeer jährlich in feierlicher Prozession von jungfräulichen Priefterin-nen getragen.
Die Tempel (leoenlli, HauS Gottes, oder teopnn, PlatzGotleS) waren prächtige/ nach astronomischen oder pyramidalenVerhältnissen — wie der Tempel dcS BeluS zu Babylon — auf.geführte Gebäude und mit reichen Einkünften dotirt. Sie um-schlossen Gärten/ Brunnen / Wohnungen der Priester / VorrathS-und Zeughäuser/ denn sie dienten zugleich als Festungen. Inder Mitte erhob sich eine abgestumpfte Pyramide auf einem Säu-lenstuhl auS lakirten Ziegeln oder großen Steinblöcken« Treppenführten zur Plattform/ auf welcher thurmähnliche Kapellen stan-den/ worin kolossale Götzen und das heilige Feuer sich befanden.Hier konnte der Opferpriester von einer ungeheuren Volksmengegesehen werden/ wenn er die Opfer schlachtete/ deren Rumpf —das Herz ward dem Gotte dargebracht und verbrannt/ der Kopfabgeschnitten und dessen Schädel aufbewahrt/ Arme/ Beine/Schenkel und Brust wurden gegessen — die Treppenstufen hinab-gestürzt wurde.
Die Anzahl der Priester war eine sehr große und am großenTempel zu Mexiko waren deren 5000 angestellt; die der oberstenGrade waren aus den vornehmsten Familien. Die beiden Ober-priester hießen l'eoteuctli (göttlicher Herr) und 8ueiteo<iuixczui