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(großer Priester); ohne die Zustimmung des erster«/ der auchden Titel lohnten führte/ konnte kein Krieg unternommenwerden und er begleitete das Heer ins Feld*). So lange jemanddaS Priesteramt bekleidete, denn dasselbe war nicht lebenslänglich,durfte an seinen Sitten nicht der leiseste Flecken haften. Weheihm, wenn er einem andern Weibe als dem seinen sich nahte,wenn er nur im Geringsten im Tempeldienft sich lässig bewies.'Die Tempelräume zu- verlassen war ihnen untersagt. Die Be-
*) Ein Gebet nm den göttlichen Beistand gegen die Feinde lautet: „Sehrmenschlicher und sehr hülfreicher Herr, unsichtbarer und ungreisbarerVertheidiger, dessen Weisheit uns regieret, unter dessen Herrschaft wirleben, Herr der Schlachten, ein großer Krieg bereitet sich vor: der Gottder Kämpfe öffnet den Mund; er hat Hunger, er verlangt nach demBlute derjenigen, die kämpfend sterben. Die Sonne und der Gott derErde, genannt Tlatecutli, wollen sich vergnügen. Sie wollen zu essenund zu trinken geben den Göttern des Himmels und der Erde, denensie das Fleisch und Blut der in der Schlacht Umkommenden vorsetzenwerden. Bereits zählen uns die Götter des Himmels und der Hölle,um zu sehen, welche die Sieger, welche die Besiegten sein werden, welchetodten, welche getödtet werden sollen, wessen Fleisch gegessen und Blut ge-trunken werden soll. Aber sie wissen es nicht, die edlen Vater, derenSöhne sterben sollen, es wissen es nicht ihre Verwandten und Angehö-rigen, es Wissens die Mütter, die sie von klein auf erzogen und säugten.— Mache, o Herr, daß die Edlen, die im Kriege den Tod finden, huld-reich aufgenommen werden von Sonne und Erde, welche Vater undMutter Aller und deren Inneres ganz Liebe. Du hast sie nicht betro-gen, indem du gethan, was du thatest, da du wolltest- daß sie im Kriegesterben, weil es wahr ist, daß du sie herunter schicktest, auf daß sieSonne und Erde mit ihrem Fleische und ihrem Blute nähren. O sehrmenschlicher Herr, Herr der Schlachten, Beherrscher Aller, genannt Tez-catlipoca, unsichtbarer und ungreisbarer Gott, wir stehen zu dir, daßdiejenigen, welche du während dieses Krieges wirst sterben lassen mitLiebe, mit Ehre möchten aufgenommen werden im Hause der Sonne,daß sie daselbst ihre Stellen finden möchten bei den Tapfern, d. i. bei Qui-tzieguaguatzin, Maccuhcatzin, Thacavepatzin, Uatlilcuechavac, Uhuitlenuicund Chavagnetzin, und bei allen den berühmteste» im Kriege Gefallenen.Ihnen wird ewiger Genuß zu Theil, sie feiern mit unaufhörlichem Preisedie Sonne, unseren Herrn, sie saugen ein, sie schlürfen ein den Duftder an Geschmack und Dust lieblichsten Blumen. Solches ist die Freude,vorbehalten den in der Schlacht gestorbenen Tapferen, so berauschen siesich mit Genüssen. Sie erinnern sich nicht mehr des Tages und derNacht, der Zeit und der Jahre, weil ihrer Macht und ihres Reichthumskein Ende und weil nimmer verwelken die Blume», deren Duft sie ein-athmen.