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glyphenmalerei, die fünf Schalttage am Schlüsse deS JahreS,wie zu Memphi, während ihre übrigen Einrichtungen aus Tübetherzustammen scheinen*).
Der Thcokalli der Hauptstadt wurde nach der Erobernngzerstört; die ältesten Bauwerke dieser Art jedoch blieben stehen.Im Thale von Mexiko erheben sich die Pyramiden von Teoliu-acan, von denen die zwei bemerkenswerrhesten, der Sonne unddem Monde geweiht, von kleinern umgeben sind, die gleichsamals Ornamente auf den Wegen stehend gefunden werden. Vonden zwei größten hat die eine eine Höhe von 55, die andere von44 MetreS, die erste eine auf jeder Seite 108 MctreS breiteBasis, indeß die übrigen, kaum 8 bis 9 MetreS hoch, zu Begrab,nißftätten der Stammhäuptlinge gedient haben sollen. Die Sta-tuen wurden theils von der Habgier der Eroberer, theils vomfrommen Eifer deS Bischofs Zumaraga zerstört. Ein halbesJahrhundert nachher entdeckten etwelche Jäger die Pyramidevon Papantla, 18 MetreS hoch, bei einer Breite von 25 MetreSam Fuße und ganz auS massiven gehauenen Steinen erbaut, mitdrei zum Gipfel führenden Treppen und mit allen möglichen Artenvon Nischen und Hieroglyphen geschmückt.
Die Pyramide von Chiolula, aus ungebrannten Ziegelsteinen,auf einer nackten Ebene, 2200 MetreS über der MeercSfläche,erhebt sich in vier Stockwerken zu einer Höhe von nur 45 MetreSzwar, allein ihre Basis mißt deren auf jeder Seite nicht weni-ger alS 439, zweimal mehr demnach als die egyptische PyramidedeS Keops. Den Ueberlieferungen zufolge wurde sie von densieben Personen erbaut, die allein der Sündflutb entrannen;allein die Götter, ob jenes Baues, der bis in die Wolken hineinragen sollte, erzürnt, schleuderten ihre Blitze auf denselben, sodaß er unvollendet blieb, eine Tradition, in welcher die Erobererselbstredend eine Erinnerung an die Noa'fche Sündsiurh und denBabel'schen Thurmbau erblickten. Jetzt steht auf dem Gipfeleine der heil. Jungfrau geweihte Kirche, die höchste der Welt,welche die Eingebornen mit derselben Andacht besuchen wie vor-rittst ihre grausamen Nationalgötter.
*) Zeuge dessen ist auch Gottfried Martin Uhde, welcher nach drci-undzwanzigjährigem Aufenthalt in Meriko eine Menge von Alterthümernjenes Landes nach Heidelberg mitbrachte, worunter namentlich 52 Vasenaus gebrannter Erde. denen der Etrusker sehr ähnlich sehend, mit Figu-ren römischer, griechischer, egyptischer und indischer Gottheiten.