Band 
Achter Band.
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Zu Xocsicalco befindet sich das „Haus der Blumen"/ einegroße Erdschanze und einer riesenhaften Bastion sehr ähnlich;ihre Platform ist 72 Metreö breit und 68 lang/ in der Mitte er-hebt sich eine fünfstufigc Pyramide auS meisterhaft bearbeiteten/ohne Mörtel an einander gefügten Paralielopipcdas. Hie undda sind Hieroglyphen und andere Figuren angebracht/ die Kroko-dille und mit kreuzweis übereinander geschlagenen Armen fitzendeMenschen darstellen.

Palenkc.

In der Mitte des vorigen Jahrhunderts boten Mitla/ dieStadt der Todten/ und Culuacaii/ die Stadt der Wüste/ unrich-tiger Weise Palenkc genannt/ den Anblick von Trümmern unge-heurer/ mit origineller Kunst aufgeführter Baute». Im Jahr 1787wurden Anrori dcl Rio und Alonso de Calderon mitderen genauerer Untersuchung beauftragt. Jene zu Palenkc neh-men einen Raum von acht Stunden ein / von Schlingpflanzendergestalt überwuchert / daß Feuer und Axt in fünfunddreißigWochen kaum fünfzehn Gebäude von ihnen freizumachen vermoch.ren. Karl IV von Spanien sendete sodann im Jahr 1805 unterdem Hauptmann Dupaix eine Commission dahin ab/ welche jeneReliquie eines untergegangenen Volkes genau untersuchen sollte;sie fand und zeichnete Tempel und bürgerliche Gebäude/ Befesti-gungen/ Landstraßen/ Brücken/ Dämme, Aquädukte, geräumigeKcllcrgewölbc nebst Skulpturen, Basreliefs, Hieroglyphen, Wap-peil, Vasen aus gebrannter Erde, Statuetten, allerlei Gcrärheaus Stein oder Metall.

Die ältesten Gebäude bestanden aus Tuff. oder Bruchsteinin ungeheueren Stücken/ so auch die tumuli mit geräumigen un-tcrirdischcn Durchgängen unter, und kegelförmigen Grabmälernüber ihnen aus Schichten von Steinen oder Ziegeln, die sich beieinigen zu wahren Pyramiden nach egyptischer Art erhoben.Daö beachtcnöwertheste Gebäude, auf einem 80 Fuß hohen Erd-aufwurf errichtet, hat im Innern etwas Gothisches oder viel-mehr Maurisches, ist 300 Fuß lang, 80 Fuß breit und 30 Fußhoch. AuS dem Mittelpunkte stieg ein Thurm auf, der sehr hochsein mußte und bei jedem Stockwerke schmäler wurde. Ringsumher befinden sich eine Menge von Pyramiden, Aquädukten,Kcllcrgewölben, Befestigungen, Gräben. Die Mauern sind ge-böscht, mit einem Kitte umkleidet, der Eisenoxyd enthält, nach