Band 
Achter Band.
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Manne gleich geachtet. Der arme obskure Europäer, der sich miteiner reichen und vornehmen Indianerin vermählte, ließ sich zueinem sehr bedenklichen Schritte herab und die auö solchen Ver-bindungen hervorgehenden Mestizzen wurden verachret. Der Buch.stabe des Gesetzes zwar machte keinen Unterschied zwischen Wei-ßen, Kreolen und Mestizzen hinsichtlich der politischen Rechte;in der Wirklichkeit aber erhielten die Aemter nur Spanier odervielmehr s. g. reine Christen, d. h. Solche, die kein maurischesoder hebräisches Blut in ihren Adern hatten, den Sitten und Be-dürfnissen deS Landes völlig fremde Leute, die nur vorübergehendkamen, um nach möglichst rascher Bereicherung wieder zur Heimarhzurückzukehren, Leute, welche im Nothfalle auch ohne Gehalt dien-ten, oder von den Vizekönigen angestellt waren, die gemeiniglichgleichfalls keine größere Sorge hatten, als ihren Beutel zu füllen, dieStellen theuer erkauften, weil sie sicher waren, durch Erpressungengenug zu gewinnen. Diese reinen Spanier oder 6npk>6toni bc-handelten die Kreolen mit hochmnthiger Verachtung, roofür sievon diesen tödtlich gehaßt wurden. In derselben Weise behan-delten die Neger, welche den Dienst in den Häusern versahen,die Indianer mit Hochmuth, so daß auch zwischen diesen beidenRa^en ein ticfwurzclnder Haß bestand, welchen die Regierungeher nährte, als bekämpfte, weil sie darin ein treffliches Ver-hinderungsmictel gefährlichen Einverständnisses erblickte.

Kaum bedarf es noch der Bemerkung, daß unzählige Hemm.nisse jede Industrie unmöglich machten und daS merkwürdigeErgebniß herbeiführten, eine Nation arm zu machen inmitten desGoldes und auf dem fruchtbarsten Boden. Der Indianer undder Kreole sah sich nicht nur vom Gachupino verachtet, war vonallen Stellen und Würden ausgeschlossen, sondern mußte auchdie ersten Lebensbedürfnisse, weil ein Monopol der Regierung,übertrieben theuer bezahlen, während der Boden sie ihm im Ue.berfluß hätte liefern können. Dazu kam dann noch für die Jndia.ner vom achtzehnten bis zum fünfzigsten Jahre der furchtbareFrohndienst in den Bergwerken (imtn), zu welchem Behufe dieBevölkerung in sieben Abtheilungen getheilt war, von denen jedesechs Monate arbeitete und somit alle drei und ein halbes Jahran die Reihe kam. Man kann sich einen Begriff davon machen, wieviel die Indianer durch diese Frohne zu leiden hatten, wennman weiß, daß in Peru allein vierhundert Bergwerke in Betriebwaren und daß, bei Strafe der Wegnahme, kein Besitzer das

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