Band 
Achter Band.
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trachten, getrennt von jedem Verkehre mit den Menschen; alleinich war ja nicht Herr meines Schicksales; die Befehle deS Herrnwaren mir kundgegeben durch jene meiner Oberen und ich ent-sagte diesem Gedanken als einer Täuschung."

Auf den Antillen widersetzten sich die Missionäre auö allenihren Kräften der Ausrottung der Eingebornen, sodann mühctensich ab, der armen Neger trauriges LooS zu mildern, ohnejedoch deren Mangel zu verhehlen; blos die Ordensbruder wagtenzu klagen über die schlechten, von den Katholiken gegebenen Bei-spiele. In Mexiko erleichterten eine höhere Stufe der Gesittungund einige in den mythologischen Ueberlieferungen sich darbietendeAnknüpfungspunkte das Werk, an die Stelle der überwundenenGottheiten den Gott der Ueberwindcr zu setzen. Bereits sah mandaS Kreuz als Gegenstand göttlicher Verehrung auf jenen Altären;der Adler des Reiches machte der Taube Platz, Nonnen tratenan die Stelle der keuschen Töchter der Sonne. Torquemadaberechnet die Zahl der von 1524 — 40 Getauften auf sechs Mit-lioncn; dies ist kein Wunder; denn die Könige und Cazikcngaben hierin das Beispiel. Clemens VII schickte Pater Ma r-ti n aus Valeuzia mit zwölf andern Brudern ab, deren Predigten,um ihr Gewicht zu erhöhen, CorteS anwohnte. Zur Ordnungder kirchlichen Angelegenheiten ward im Jahr 1534 in Mexikoein Konzil veranstaltet, unter dem Vorsitze desselbigen Martin,wo die Vielweiberei abgeschafft und verordnet wurde, daß jedwe-der nur mit Einem Weibe zur Taufe sich melden und diese bei-behalten müsse. Ein anderes fand statt im Jahre 1555, dasberühmteste aber 1585, welches seitdem der dortigen Kirche zurGrundlage gedient. Während man eS früher verboten hätte, dieEingebornen zum Priesterthume zuzulassen, um solches dadurchnicht herabzuwürdigen, wurde dies jetzt, natürlich mit gewisserBehutsamkeit gestattet.

Die Mexikaner bewahrten und bewahren eine höchst lebendigeLiebe und Dankbarkeit zu ihren Missionären und Hirten und er-innern sich noch des Bischofs Las Casas, des Beschützers derIndianer, und des Bernardin Ribeira von Sahaqun, derdie Gründung eines Kollegs veranlaßte, in welchem über hundertindianische Jünglinge Aufnahme fanden, bestimmt, den Glaubenzu verbreiten unter ihren Stammgenossc». Der Jesuit Gonzalvode Tapia zog viele hundert Meilen weit von Mexiko westwärts,die Sprachen erlernend und viele wilde Stämme smigend, bis