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Gcbict, daS von ihnen betreten wurde, die Haufen deö jungenHerzogS Christian von Braunschweig. Frühzeitig hatte derEinfluß seiner Verwandten viele geistliche Pfründen auf ihn ge,häuft. Als er 16 Jahre zählte, wählte ihn das Domkapitel zuHalberstadt zu seinem weltlichen Bischof oder Administrator, wel-chen Beinamen er gewöhnlich führt. Keine Wahl war aber ge-eigneter, den heillosen Mißbrauch der hohen geistlichen Würdenin daö schärfste Licht zu setzen. Christian, ein frevelhafter Spötterüber Alles, was die Menschen heilig achten, trat auch jede guteSitte nieder; wie er sich auch während seiner Feldzüge an offenerTafel laut der Schmach zu rühmen pflegte, welche er in katho-lischen Orten Frauen und Jungfrauen angethan habe. Gegenden Kaiser höchst erbittert, weil er ihm die Belchnung mit denBiSthümern Halberstadt und Minden versagte, faßte er, wie manerzählt, eine stille Neigung zu der Gemahlin Friedrich V undnannte sich deren Ritter. Der Kurfürst selbst schrieb ihm: habeman auch clsässische Städte vertragsmäßig eingenommen, Kriegö-steucr von denselben empfangen, so schütze man sie doch nicht gegenPlünderung, gegen Brandlegung, greuliches Unwesen werde ge-trieben. Wechselnd und wiederholt harren das EichSfeld, daShildeöhcimische Gebier, dann die westphälischen Stisrslande alleGreuel zu erdulden, in deren Ballführung die zügellosen Haufen
inne, so nehmen sie. wo man eö findet, und zwar nicht auf Rechnungdessen, was mau ihnen schuldet. Denn sie zählen nnd wiegen nicht.Und wenn man ihnen also einmal das Thor öffnet, so rennen sie ausdem Plan ihrer Unbäudigkcit immer fort. Sie nehmen Alles, sie zwin-gen Alles, schlagen und erschlagen Alles, was ihnen Widerstand thunwill. Zn Summa, da ist kein Unwesen zu erdenken, daS sie nicht an-stiften, denn sie durch unterschiedlicher Nationen Praktiken und Gesell-schaft in allen Bubenstücke» aufs Höchste kommen. Der Teutsche, derNiederländer, der FranzoS, der Jtaliäner, der Hungarec giebt ein ZederEtwas von den Scinigen darzn, daß keine Verschlagenheit noch argeList, Etwas zu überkommen, erfunden werden mag, die ihnen »erborgenbliebe, die sie nicht verübten. Da schonen sie keine Person, sie sei weßStandes und Würden sie wolle. Es ist ihnen kein Ort frei noch heilig.Die Kirchen, die Altäre, die Gräber, ja die todten Körper sind vor ihrendiebischen und räuberischen Gewaltthaten nicht sicher." So spricht Mans-feld in der Von ihm selbst verfaßten „Relation derer Geschichten, Ritter-lichen Thaten, so Herr Ernst Graf zn ManSseld — mit seinen! unter-habenden Kriegsvolke inS Werk gesetzet." Berg!. Wenzel, Vil.
D. B.