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ihrem Schicksale Preis gegeben; und die nächste Folge war, daßWallenstein Meklenburg nun als erbliches Reichölehen erhielt.Auch Schweden hatte an den Friedenöverhandlungen sich bethet,ligcn wollen; aber da dessen Gesandter um Geleit nach Lübeck bat,indem so viele Bluisfreunde seines Königö bechciligt seien undohne dessen Zustimmung über Stralsund, mit dem er im Bundestehe, nichts beschlossen werden könne, antwortete ihm Wallen,stein würdig, wie eö einem kaiserlichen Feldherrn geziemte:mit Schweden könne nicht unterhandelt werden, bevor dessen Kö.nig nicht seine Besatzung von dem Rcichsboden zurückziehe. In.dessen, so sehr auch Schweden um die wichtige Stadt warb, sowollte doch das unüberwundene Stralsund sich nicht vom Reichetrennen und erlangte durch Vermittlung des Herzogs von Pom.mern einen Vertrag mit dem Kaiser.
In dessen Hand war jetzt das Geschick Deutschlands gelegt.Die Anschläge der auswärtigen Feinde waren vernichtet, die un.versöhnlichsten Gegner des kaiserlichen Hauses gestorben oder vcr.trieben, auch die Hartnäckigsten hatten sich fügen müssen. Diekaiserlichen Waffen schienen jedem Widerstand gewachsen. Unterdiesen glücklichen Umständen fiel der Staarsklugheit die Aufgabezu, die Parteien im Innern zu versöhnen, das gegenseitige Ver.trauen wiederherzustellen, dem seit so langer Zeit geschwächtenkaiserlichen Ansehen wieder die frühere Kraft zu verleihen undauf dauerhaftester Grundlage zu befestigen, so der deutschen Na.lion bei dem Auslande die ehemalige Ehrfurcht zu erzwingen undselbst die abgerissenen Landschaften wieder mit dem Reiche zuvereinigen. Dies alles erkannte und wollte Ferdinand wohl,aber auö den edelsten Beweggründen vergriff er sich in bedenk,licher Weise in den Mitteln, dieses hohe Ziel zu erreichen, undallzu starres Festhalten am Rechte, ohne Berücksichtigung der Ver-hältnisse, wie sie sich einmal gestattet hatten, führte ihn zu hohemUnrechte. — „Wäre Kaiser Ferdinand II wirklich einer derGroßgeistcr gewesen, welche die Vorsehung beruft und mit demGenius ausrüstet, veraltete Formen deü StaatSthumS zu zerbre.chen und andere, von dem Bedürfniß der Nationen geheischte, anderen Stelle zu setzen, so möchte er — scheint cS — in dem da.maligen Stande seiner Macht die Mittel gesunden habe», seinemKaiserlitel Wesenheit zu geben und die oberste Staatsgewalt überDeutschland bis zu dem Punkte zu steigern, daß Deutschland nichtnur dem Namen, sondern der That nach, gleich den andern Haupt.