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Zehnter Band.
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schieden« und ausführliche, an den Kaiser zu richtende Darlegung,deren Gewicht von einer Gesandtschaft unterstützt werden sollte,beschlossen. Dieser Schritt verfehlte nicht völlig der Wirkung,aber die Belehnung Wallensteins mit Meklenburg war wahr.lich nicht, geeignet, die Besorgnisse der Reichsstände zu beschwich.tigen, und eS ist schon erwähnt, Laß die katholischen Kurfürstenam kräftigsten sich dagegen aussprachen; ja es nghm nun derKurfürst von Bayern schon die Nothwendigkeit in Aussieht, daSBundcsheer gegen Wallenftein zu verwenden*). In erstererHinsicht, nämlich in Bezug auf daS Restitutionswerk, hatten aufjen.em Tage die Kurfürsten die Wiederherstellung der von denProtestanten geraubten geistlichen Lehen an die katholische KirchealS den Zweck bezeichnet, um dessentwillen die katholischen Reichö.stände die Liga abgeschlossen und so lange Jahre mit ungeheurenKriegskosten die Waffen geführt hatten. Noch entschiedener drangein Ligatag zu Heidelberg (Februar 1629) darauf, daß den ein-zelnen Maßregeln zu diesem Zwecke eine allgemeine Verfügungfolge, und diese war daS RestitulionSedikt.

Zunächst ward dadurch der Kurfürst von Sachsen in seinemBesitzstände berührt und somit zu den Gegnern des Kaisers hin.übergetrieben; dann führte die Ausführung des Edikts durch dieKommissaricN ' unter dem Beistande der bewaffneten Macht, zuGewaltthätigkeiten, die eine ungeheure Erbitterung erregen muß.ten. ES war ein neues Banner aufgerollt, um welches sich alleFeinde deS Kaisers schaaren konnten, und ein Feldgeschrei, daSman überall fast vergessen hatte, ertönte plötzlich mit verjüngterKraft: die Religionsfreiheit. ES diente den Fremden abermalszum Anlaß, um verhängnißvoll einzugreifen in die deutschen An.gelcgenheiten.

Einzig die Reichsstadt Magdeburg wagte eS, und zwar mitGlück, sich beim Vollzug deS RestitucionSediktS gegen Wallen,stein zu widersetzen. Sie verweigerte die Aufnahme von Kriegs,volk und die deshalb unternommene Blokade mußte alS zweckloswieder aufgehoben werden. Nach diesem mißlungenen Unternch.men beschäftigte sich Wallenstein mit Vorkehrungen an denKüsten von Meklenburg und Pommern, um den König von Schwc.den, der jetzt unverhohlen seinen Einfall in Deutschland vorbe.rettete, zu empfangen, alö es den katholischen Kurfürsten, unter.

*) Harter, a. a. O. S. 19S ff.Call tu, Weltgeschichte X.

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