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Zehnter Band.
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bei ihren Würden und Einkünften gelassen werden. Sonderlichwürden sie an keinen Widerstand denken, wenn sie eine großeKriegsmacht auf dem Halse hätten. Bayern könne man denKurhut lassen, und das Land ob der EnS dazu. Lieber würdeMaximilian diesen ruhigen Besitz wählen, als erst um Grobe,rungen fechten wollen. Wenn man eö nun also angreife, wennman die Unzufriedenen, Verbannten und Feinde der Neuerungaufhetze, so könne Frankreich ohne Gefahr und Schwierigkeit dierömische Königswahl auf sich selbst lenken, und alsdann Ferdi.nand II, als einem alten abgematteten Herrn, den kaiserlichenTitel lassen, während Frankreich Macht und Regiment an sichreiße, auch möge man dann der in den spanischen Niederlandeneingeleiteten Verschwörung die Hand bieten; denn wenn dieBrabanter, nach Art und Weise der Eidgenossenschaft in derSchweiz, sich mit den Holländern vereinigten, seien sie stark ge.uug, um dem Könige von Spanien sein Indien entweder garwegzunehmen, oder doch den überseeischen Handel dergestalt zuhemmen, daß Spanien in einem Winkel Europa's eingeschlossenwerde. Damit sei Oesterreich vernichtet, und was man seit lan.ger Zeit durch Gewalt der Waffen nicht erreichen könne, erringeman auf einmal durch solche List."

Der Kardinal, auf welchen hier hingewiesen wird, ist Reche-lieu; und mit den nachfolgenden Ereignissen zusammengehalten,erscheint der furchtbar geschickte Plan in der Bedeutung einesProgramms, wenn auch die trugvoll arglistigen Mittel nicht ganzvollständig zum angestrebten Ziele führten.

Zweites Kapitel.

Wer dreißigjährige Krieg. Zweite Hälfte.

DaS Restitutionswerk hatte bereits 1627 auf einem Kurfür-stentag zu Mühlhausen begonnen, der übrigens hauptsächlich des.halb zusammengetreten war, um kräftige Maßregeln gegen dieUebergriffe dcö Fricdläuders und für Herstellung des Friedensim Reiche zu berathen. In letzterer Hinsicht wurde eine ent.