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Zehnter Band.
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auf dessen Versprechungen gestützt er den Krieg begonnen.- derzu Bärwalde (1631, 23. Januar) auf fünf Jahre geschlosseneVertrag war jedenfalls geeignet, daS Mißtrauen zu verscheuchen.

sächlich aber suchte er auf die Massen zu wirken, eine Politik, die schonvor ihm Wallenstein und die radikale» Ghibellinen eingeschlagen hatten,als Gegengewicht gegen die Dynasten, als die so übermächtig geworde-nen Welsen. Was die Geschichtschreiber von der beabsichtigten Be-freiung des Protestantismus vom kaiserlichen Zoch von ihm Preisen,gehört der Dichtung an; diese romantische Idee wurde ihm später vonden Theologen untergeschoben, als man seine meisterhaften Reden undtrefflichen Proklamationen las, er selbst aber den Bewunderung undMitleiden erregenden Tod gefunden hatte. Wenn überhaupt die FürstenEuropa's im 17. Jahrhundert mit klaren Augen die Vortheile dieserWelt wahrzunehmen wußten, so ist man um so weniger berechtigt, denKönig von Schweden in die Klaffe der Kreuzfahrer des 12. Jahrhun-derts zu setzen, als er sich bis zum deuischen Kriege weder als einenso empfindsamen Schwärmer für die Religion, noch auch, und diesesviel weniger, als einen großmüthigen Helfer in der Noth seinen Nach-barn gegenüber gezeigt hatte. Gerade als der Protestantismus in Deutsch-land am meisten in Gefahr war, nach der Schlacht bei Lütter, war erdaheim geblieben, und unterhandelte sogar um ein Bündniß mit demKaiser gegen Dänemark. Außerdem erwähnt er selber weder in denVerhandlungen zu Stockholm, noch in dem Manifest, weder in denVerhandlungen mit dem Kaiser, noch mit den deutschen Kurfürsten dertraurigen Lage des Protestantismus in Deutschland, was selbst seineneifrigsten Verehrern unerklärlich ist. Mit Recht also kann man dieFrage auswerfen: weshalb kündigt er sich nicht hier als den Befreierdes Protestantismus an ? Weshalb erwähnt er nicht hier des Restituiions-Edikts, weshalb kündigt er sich hier nicht als den Retter deutscher Freiheitgegen Habsburgische Unterdrückung an, wie er später bei jeder Gelegen-heit sich zu nennen nicht versäumte? Wenn er sich selber hier als sol-chen angekündigt hätte, würde man den Worten eines Königs Glaubenschenken dürfen, der seit seiner neunzehnjährigen Regierung 18 Jahrelang gegen seine Nachbarn gekriegt und unverwandten Auges nur seinenVortheil verfolgt hatte? Die Schweden find gewiß stolz auf GustavAdolf, und mit Recht, weil er der größte König ihres Reiches war;aber weit entfernt, ihn als jene mystische Person zu verehren, welchedie deutschen Theologen aus ihm geschaffen haben, verherrlichen sie inihm den Eroberer, der durch sein Schwert Schweden auf lange Zeit indie Vorderreihe der europäischen Mächte geschoben hat. Die Deutschenaber, jenes Volk, durch deren Vernichtung jene politische WichtigkeitSchwedens bedingt war, wollen nicht wissen, daß er ihre Güter geraubt,ihre Fürsten verjagt, ihre Länder erobert und auf den Untergang desganze!! Volkes hingearbeitet hat; sein Eingriff in die deutschen Händel