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Zehnter Band.
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Frankreich und Schweden, nicht von einer bevollmächtigt ver.tretencn Partei der deutschen Protestanten aufgefordert, reichtensich die Hand zur Vertheidigung ihrer gemeinschaftlichen Freunde.

wird als Glück, sein Name in Hymnen, Dramen und Epen zwei Jahr-hunderte hindurch von Deutschen besungen! Welch' eine Nation! Wich-tiger aber und noch unheilbringender als die augenblickliche VerwüstungDeutschlands waren die nachtheiligen politischen Folgen, welche die Lan-dung des Königs nach sich zog. Die innere Kraft und Selbstständigkeitunseres Vaterlandes wurde gebrochen, das letzte Ansehen nach Außenvernichtet, Deutschland der willenlose, Mitleid erregende Spielball derNachbarn, mit den zertrümmerten Reichthümern schwand die Kunst unddie Selbstständigkeit aus den ehrwürdigen Städten, und da, wo früherdie Fahnen der Freiheit geweht, pflanzten die Fürsten ihr Banner auf.Gleich einem Schwindsüchtige» schleppte das deutsche Reich seinen zer-brechlichen Körper dahin. 0r. A. Heising, die Politik Gustav Adolfsin Deutschland. Berlin 1854. — Ein Selbstbekenntniß Gustav Adolfsist übrigens sehr bemerkenswerth. Als nach der Breitenfelder SchlachtJemand von ihm rühmte, er sei zum Heil der Menschheit geboren,und sein Heldenmuth sei ein Geschenk des Himmels, antwortete er:»Sagt vielmehr, daß es ein Merkmal seines Zornes sei. Ist der Krieg,den ich führe, ein Hülfsmittel, so ist er doch viel unerträglicher alseuer Nebel. Es ist ein Beweis der Liebe Gottes gegen sein Volk, wenner dessen Königen gewöhnliche Seelen gibt. Derjenige, welcher keinenzu hohen Geist hat, macht nicht leicht übertriebene Anschläge. Die Ehr->md Ruhmbegierde lassen ihn in Ruhe. Wenn er seinen Geschäftenobliegt, sind seine Länder desto glücklicher, und überläßt er einem seinerUnterthanen einen Theil seiner Sorgen, so entspringt daraus kein größererNachtheil, als daß dieser aus Unkosten des Volkes sein Glück macht,selbst Geld sammelt, seine Freunde emporhebt, von seines Gleichen ge-haßt und beneidet wird. Alles dieses ist kein Unheil und kann mirdem nicht in Vergleich gesetzt werden, das die Ehrsucht eines großenKönigs anrichtet. Diese ausschweifende Leidenschaft raubt ihm alle Ruheund zwingt ihn, sie auch seine» Unterthanen zu rauben. Er hält alleDiejenigen für seine Feinde, die sich ihm nicht unterwerfen wollen. Erist «in Strom, der die Gegenden verwüstet, durch die er stießet, und dasich seine Waffe» ebensoweit als seine Hoffnungen ausbreiten, so erfüllt erdie Welt mit Schrecken, Elend und Verwirrung." (Leben Gustav Adolfsuach Arkenholze'schen Handschriften, IV. 461.). — Treffend sagt daher derVerfasser der „Studien über Katholizismus, Protestantismus und Gewis-sensfreiheit in Deutschland" (Schaffhausen 1857): „Darum mögen immer-hin die Schweden, die Franzose», die Niederländer, die Engländer jenenKönig preisen, dessen Schwert sie errettet von der Gefahr, Deutschlandeinig und mächtig zu erblicken unter Einem Herrn- von der Gefahr,das einstige stolze Wort Friedrich Rothbart's über die Provinzialkönige