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zu verhindern, und in Oberschwaben das Landvolk die Waffengegen die zügellosen Fremdlinge ergriffen — nach Franken zurückund bezog ein festes Lager vor Nürnberg, dem strategischen Mit.relpunkt seiner Stellung. Wallenstetn folgte ihm, lieferte jedochkeine Schlacht, sondern verschanzte sich gleichfalls. Die beidenunbeweglich einander gegenüber liegenden Heere zehrten bald dieGegend auö, mit dem Hunger stellten sich verheerende Seuchenein. Die MannSzucht des schwedischen Heeres, besonders unterden deutschen Truppen desselben, lockerte sich immer mehr *).
sei ihm der Sinn. wie dem Könige Salomo, verkehrt worden, nnd nachdem Beispiele desselben habe er sein Amt und Versprechen in Vergessen-heit gestellt. Salomo sei durch die Weiber verführt worden, Gustaventweder durch das Unvermögen, sein großes Glück zu ertragen, oderdurch die Dazwischenkunst Frankreichs als eines bösen Gestirnes, so daßer, anstatt die Abgötterei und die Jesuiten auszurotten, sie schone underhalte, und anstatt blos durch geistliche Güter sich und sein Heer be-zahlt zu machen, die Fürsten und Völker seiner eigenen Religion auf-zehre. klustavi belkum xerm. anet. Imnsberxiv. D- B.
Der König hielt den Offizieren, besonders den deutschen, eine derbeStrafpredigt: Ihr Fürsten, Ihr Grafen, Ihr Herre«, Ihr Edelleute!Ihr seids, welche die größte Untreue am eigenen Vaterlande beweisen-Ihr zerstöret, verderbet, verheeret dasselbe. Ihr Obersten, Ihr Offiziersvon. Höchste» bis zum Niedrigsten, keiner ausgenommen, Ihr seid die-jenigen, welche stehlen und rauben, Ihr befiehlst Cure eigenen Glau-bensgenossen, Ihr gebt mir Ursache, daß ich einen Eckel an Euch habe.Gott, mein Schöpfer, fei mein Zeuge, daß mir das Herz im Leibe gällt,wenn ich Eurer einen ansehe. Ihr seid Frevler und Verbrecher an dengnten Gesetzen und meinen Geboten. Ihr seid Schuld daran, daß manöffentlich sagt: Der König, unser Freund, thut uns mehr Schaden, alsunsere Feinde u. s. w. Bei den deutschen Hauptleuten mußten dieseWorte ihre Gewalt verlieren, da sie an den Schweden so edle Vorbilderhatten und sich wohl an die Nachsicht des Königs bei den Erpressungenund Spitzbübereien erinnerten. Da Gustav Adolf noch die Redefigurhinzufügte: „Ich habe euerhalben meine Krone ihres Schatzes entblößtund in die 40 Tonnen Goldes aufgewendet, dagegen habe ich von Euchund Eurem deutschen Reiche nicht so viel empfange», daß ich mir nurein Paar Hosen davon machen lassen könnte; ja ich würde eher ohneHosen geritten sein, als mich mit den Eitrigen zu bekleiden" t so mußtedies eitlen fast komischen Eindruck bei denen machen, welche daran ge-dachten, wie Gustav Adolf sich die Kostbarkeiten aus dem Schatz zuWürzbnrg auslaS. Für diese konnte er sich manches Paar Beinkleideranschaffen. — Die eigentlichen Triebfedern jenes Auftretens des Königsgegen den deutschen Adel, der sich ihm angeschlossen hatte, lagen wohl