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Zehnter Band.
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Jener Jüngling, der Sohn des Nürnberger Stadtobersten vonLeube'lfing, der einige Tage nach der Schlacht an seinenWunden starb, erklärte in seinen letzten Stunden, daß er, alsder König von, Pferde gefallen, abgestiegen sei und ihm seinPferd angeboten habe; daß der König seine beiden Hände nachihm ausgestreckt, er aber nicht im Stande gewesen, allein ihnvom Boden aufzuheben; daß feindliche Cuirasstcre dazu gekommenund gefragt, wer der Verwundete sei, der König selbst sich zuerkennen gegeben, die Reiter aber ihn durch den Kopf geschossen.Der Bericht deS Herzogs Bernhard, dem der König in einerTodesahnung vor der Schlacht den Oberbefehl, wenn er fallensollte, zugedacht, fügt noch hinzu, daß diese Cuirassiere den Königmit mehreren Säbelstichen durchbohrt und bis auf den bloßenLeib ausgeplündert hätten *). Die Trauerkunde verbreitete sichrasch unter den Schweden, die in unwiderstehlicher Wuth dieKaiserlichen zurücktrieben. Die Schlacht war für dieselben ver.loren, als endlich Pappenheim mit seinen Reitern eintraf.Um dem Rufe Wallenstctn's zu folgen, hatte er sein Fußvolkzurücklassen müssen. Er stürzte sich auf die Schweden, brennendvor Verlangen, auf den König zu treffen, dessen Fall ihm nochunbekannt, aber auch ihn trifft die tödtliche Kugel, während unterdem Schutze seiner Reiter Wallen st ein, der sich persönlichgroßer Gefahr ausgesetzt, die Truppen wieder zu sammeln und zuordnen vermochte. Erst mit der anbrechenden Dunkelheit endetedie überaus blutige Schlacht, von welcher Khcvenhüller sagt,sie werde ewig denkwürdig bleiben, theils wegen deö fürchterlichenGetümmels, das den ganzen Tag währte und auf etliche MeilenWegS rundum gehört wurde, theils wegen des unerhörten Wider-standes, indem eine Partei der andern, ob sie gleich gewichen,immer von Neuem auf'S Heftigste zugesetzt, oder mit andernWorten, indem kein Theil ganz zu siegen verstand, keiner ganzbesiegt zu werden vermochte. Wallenstein zog sich unversorgtnach Leipzig zurück, welches der ritterliche kühne Pappenheim

*) Geyer, Geschichte Schwedens, III. — Bericht des alten Leubelfing,bei v. Murr, Beiträge zur Geschichte des dreißigjährigen Krieges. Daheißt es indeß: weder der König nach der Page hätten die Frage derkaiserlichen Reiter, wer der Verwundete sei, beantworte» wollen. AuchFürstenberg's Monument» kuäerborn. geben Details über den Toddes Königs. D. B.