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nicht mehr lebend erreichte. Da er sterbend den Tod desjenigenerfuhr, der ihn unter allen Gegnern am höchsten geschätzt, mitdem er die Bewunderung der Zeitgenossen getheilt, mit dem erGeburtsjahr und TodeStag gemein hatte, da rief er auS: „Someldet dem Herzog von Friedland, daß ich zum Tode getroffenbin, aber gerne sterbe, weil der unversöhnliche Feind meinesGlaubens mit mir gefallen ist."
„Als der Schwede seinen Feind bei Lätzen aufsuchte, warer zwar durch sein Heer und seine Bundesgenossen Gebieter vonSchwaben, deS halben Elsaß, der Pfalz, deö Mittelrheins, Frau-kenS, Hessens, Thüringens, Sachscnö und der baltischen Küstevon Meklenburg bis nach Preußen hinaus; aber genau betrachtethatte er den Höhestand seiner Macht schon hinter sich, und warOesterreich und Bayern noch unbesiegt. Zumal schwankte seineGewalt über die Gemüther der deutschen Fürsten bedenklich; jenehatten Ursache, den nordischen Eroberer mehr als deS ReichesOberhaupt zu fürchten; seine eigenwilligen Pläne lagen allenKlugen offen; wie sollte er die vielfachen sich widersprechendenVerpflichtungen erfüllen, mit welchen er, in Verheißungen nichtkarg, die Habsüchtigen an seine Fahnen fesselte? UngeheurePläne, welche jeder geschichtlichen Grundlage entbehrten, wurdenmit ihm begraben. Man hat ihm einen gefährlichen Stand ge.weissagt, wenn er seinen Sieg überlebt hätte; wir glauben mitFug fragen zu können, was wäre aus Gustav Adolf geworden,falls er die Niederlage überlebt hätte? Denn ihn raffte ein dunk-ler Tod dahin, als sein Heer im Weichen, die Schlacht ver-loren war; das bezeugt selbst die Stätte seines Falles, auf derrechten Seite deS WegeS von Lützen nach Leipzig, den die an.greifenden Schweden anfangs überschritten hatten; erst die Kundevon seinem Tode entflammte die Strcitgenosscn unter Bern.hard'S Führung zu neuem Muthe, welcher jedoch die verloreneSchlacht so unvollständig wieder herstellte, daß Pappenheim'sgegen Abend unter Reinach anlangendes Fußvolk bis zehn Uhrneben den verlassenen neun eroberten kaiserlichen Kanonen aufdem Schlachtfelde unangefochten hielt und erst auf deS Ober.feldherrn Geheiß, unverfolgt, den nöthig erachteten Rückmarschnach Leipzig und Böhmen antrat. So würde nach einem SiegeWallenftein's, beim Leben des Königs, wahrscheinlich dervom Glücke verlassene despotische Fremdling die Sieger und dieschwankenden, argwohnvollen Bundesgenossen gegen sich gehabt