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Zehnter Band.
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zu erhalten. Zunächst brachte er eine Versammlung zu Heilbronnzu Stande (1633, März), wo unter Mitwirkung des französischenGesandten FeuquiöreS der Bund zwischen den Schwedenund den deutschen evangelischen Ständen auf so lange erneuertwurde, bis „der Krone Schweden und den beleidigten FürstenGenüge gethan und Restitution geleistet" worden. Der Kanzlererhielt Las Direktorium deS Kriegswesens unter Beirath vonzehn Deputirtcn der Stände. Nicht gegen daö deutsche Reichund dessen Verfassung, sondern nur gegen den Kaiser solle daSBündniß gerichtet sein, dem eine Erneuerung der schwedisch,französischen Allianz zur Seite trat. Jedoch nahm OxenstjernadaS französische Anerbieten zur Besetzung der eroberten Plätzeam Oberrhein und im Elsaß nicht an, vielmehr nahm hier balddaraus Gustav Horn, der ausgezeichnetste Schüler GustavAdols's, den Krieg mit großem Erfolg wieder aus. VomHeilbronncr Bündniß hielt jedoch Sachsen ebenso wie Branden,bürg sich fern und der französische Unterhändler erhielt die Auf.gäbe, beide Kurfürsten dafür zu gewinnen. Brandenburg hättesich leichter dazu verstanden in AuSsicht auf eine Vermählung deSKurprinzen mit der schwedischen Thronerbin Christine undEinräumung der von den Holländern besetzten Plätze im Eleve',schen; Sachsen dagegen bezog sich auf die dänische FriedenSver-Handlung, deren Ergebniß abzuwarten sei.

Im schwedisch-deutschen Heere, dessen Disziplin schon unterGustav Adols'S Führung sich gelockert hatte und dessen Zucht,losigkeit zunahm in dem Maße, alS Abeurhcurer und bloße Glück,soldatcn, die der Krieg an sich, nicht die Sache, um welche an.geblich gekriegt wurde, anzog, dessen Bestandtheile bildeten, brachunterdeß eine Meuterei aus aus die Kunde, daß ein Mann derFeder daS KriegSdirektorium führen sollte. Die Soldateska ver.langte Erfüllung der Zusage Gustav'S, einen Theil der erober.ten Landschaften an die Offiziere alS Lehen zu vergeben. DerKanzler mußte dies um so mehr bewilligen — die KrciSständeverpflichteten sich zur Zahlung der fälligen Soldrückstände — alsHerzog Bernhard die Vertretung der Offiziere übernommenhatte. Zunächst war aber dieser selbst zufrieden zu stellen durchUeberlassung der Biölhümer Bamberg und Würzburg unter demNamen eines HerzogthumS Franken alS Lehen der schwedischenKrone. Derselbe Herzog war jedoch nicht gewillt, sich damit zubegnügen. Er gedachte von RegenSburg aus, welches er einnahm