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Zehnter Band.
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von Köln zu setzen/ vermochte eS eine gebieterische Ste-llung imdeutschen Kriege einzunehmen und daS Elsaß/ die längst ersehnteBeute/ zu fordern. Aber auch: haben die französischen Königeje länger desto mehr bei Zerwürfnissen in dem deutschen RcichS.kriege das Schiebörichreramt sich angemaßt; haben ansehnlicheGlieder dieses — bei Einigkeit so mächtigen — Körpers zuBundesgenossen/ Söldlingen und Werkzeugen von jenen sich her.abgewürdigt/ dieselben sodann ein Stück des Ganzen um daSandere ihrer eigenen Obermachr unterworfen / so dürfte kaum inAbrede gestellt werden/ daß Liese Fürsten des ReichS an so vielemHerabwürdigenden und BeklagenSwenheN/ was die französischenKönige gegen Deutschland im Laufe der Zeiten sich erlaubt haben/nicht geringe Schuld tragen *).

Während Wallenstein Sachsen verließ/ um die Winter,quartiere in Böhmen zu beziehen/ hatte daö schwedisch.deutscheHeer bereits die Fortsetzung des Krieges beschlossen und denHerzog Bernhard zum obersten Führer erwählt- noch ehe dieKrone Schweden und die deutschen BundeSglieder sich auSge.sprechen. Von den Letzter» sah sich aber der Kurfürst von Sach.sen eines übermächtigen Bundesgenossen und Beschützers nichtungern entledigt und hielt den Augenblick für günstig, die Vor.standschafr der Evangelischen zu übernehmen/ wozu daS PariserKabinet auS Mißgunst gegen Schweden dringend riech. Anderer.seitS ließ der Kaiser dem Kurfürsten- dessen Feldherr Arntmin Schlesien über die kaiserlichen Truppen bedeutende Vortheileerrang, seine Geneigtheit zu Friedensunterhandlungen inner derangebotenen Vermittlung deö KönigS von Dänemark eröffnen.Indeß war dcS Kurfürsten Mißtrauen gegen den Kaiser odereigentlicher gegen den kaiserlichen Feldhauptmann noch zu stark,als daß er eö sofort gewagt hätte, mit den Schweden zu brechen;in seiner Unentschlossenheit ließ er den günstigen Augenblick, andie Spitze der Protestanten zu treten, vorübergehen und dieFolge war, daß diese Vorstandschaft bei der Krone Schwedenverblieb und in deren Namen vom Reichskanzler Oxenstjerna,dem Vertrauten Gustav Adolf'S, geschickt genug ausgeübtwurde, um die Hälfte der deutschen Nation und ihrer Fürstennoch auf lange hin unter den Waffen gegen das Reichöobcrhaupt

*0 Vergl. Huri er, Geschichte Kaiser Ferdinands !I. Bd. 2. D. B.