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der machiavelltstischcn Politik seines Jahrhunderts biS zum Ueber-maße huldigte, die Schleichwege einer unedlen Diplomatie zuhoch über ehrenvolle, kluge Offenheit und über die Waffengewaltsetzte , durch die Widersprüche seines Verfahrens den Kaiser,seine Freunde und Feinde an sich irre machte, und zuletzt, durchdie Gewalt der Ereignisse an sich selbst irre geworden, unterliegenmußte. Drittens, daß seine Verbindung mit Frankreich, dasnoch nicht den eigentlichen Schauplatz deö Krieges mit den Was.fen betreten, und welches er, im fernen Böhmen und Schlesienstehend, nicht berücken und wie die Schweden plötzlich überwäl-tigen konnte, die Möglichkeit eines Verrarhes in seiner Seeleherausstellte, und da sie, wie wir erfahren werden, nicht verborgenblieb, allein schon dem Kaiser ein heiliges Recht gab, eines sogefährlichen Unterthanen, des höchstbetrauren FührerS seinerWaffenmacht, sich zu entledigen. Nicht können wir gelten lassen,daß sein Schwager KinSky aus eigenem Antrieb und ohneFried land'S Vollmacht gegen Frankreich zu so ungeheurenVerpflichtungen sich herausließ, da beide Männer bis zum letztenAugenblick ihres Lebens in inniger Gemeinschaft verharrten, undWallenstein nichts that, um der hochverräterischen Ueber-schreitung der Befugnisse seines Verwandten zu begegnen. Sobehaupten wir denn: Wallenstein mußte fallen in Folge seinergrundfalschen Stellung zu seinem Gebieter und in Folge seinergrundfalschen Diplomatie; er fiel mit Recht, wenn auch fastunerklärlich ohne Ankläger, wegen seiner eingegangenen verrä-terischen Verbindung mit Frankreich. Zwar scheinen seil demHerbste des Jahres 1633 die Fäden derselben abgerissen, nichtaber die Hoffnung der Vermittler aufgegeben"*).
Wohl erneuert um diese Zeit der Marquis FeuquiäreSaus Auftrag seine Anerbictungen wegen Böhmen, indeß erst An-fangs deS folgenden JahreS (1634) ließ Wallenstein ernst,hafter auf diese Anerbtetungen sich ein, als sein Verhältniß zumHofe fast bis zum Bruch gediehen war. Die PreiSgebung Bayernsund die Belastung der Erblande durch das Winterlager hattendem Kaiser gezeigt, daß der Herzog entschlossen war, die ertrotz,ten Befugnisse in vollem Maße auszuüben; die Unterbefehlshaberberiefen sich auf des Herzogs Befehle, wenn sie den kaiserlichenentgegenhandelten, und selbst mit der bedeutsamen Aeußerung:
) Bart hold, a. a. O.
D. B.