Band 
Zehnter Band.
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dieser Hinterlisten Wahrheit von Betrug sich nicht scheiden läßt.Die diplomatischen Künste wurden jedoch vergeblich aufgewendet,und vielleicht in der Ahnung, daß sie doch zu spät kommen würde,hatte auch Wallenftein sich nicht damit begnügt, Frankreichund Schweden um Hülfe anzugehen; er hatte noch aus Pilsenden Herzog Franz Albrecht von Lauenburg an HerzogBernhard nach Regensburg geschickt, um zu melden, „daß er,vom Hofe auf's Höchste diSjustirt, nicht länger zu bleiben ver.möge, sondern sich zu trennen gedrungen wäre". AlS er jedocherfuhr, daß die kaiserlichen Aechtungspatente bekannt gemachtworden, und daß Piecolomini wider ihn im Anzüge sei, alszugleich die Truppen den Gehorsam verweigerten, da faßte er denEntschluß, ohne das Ergebniß der Unterhandlungen mit denNeichöständen abzuwarten, sich denselben in die Arme zu werfen.Von Jlow und Terzka und zehn ihm treu gebliebenen Kom-pagnien begleitet, wandte er sich von Pilsen nach Eger, bei dessenKommandant, Oberst Gordon, er glaubte auf Ergebenheit rech.nen zu können. Von da wollte er sich mit Arnim und mitHerzog Bernhard in Verbindung sehen. Dieser jedoch zögerteaus einem Mißtrauen, welches von Oxenstjerna getheilt wurde— derselbe meinte, erst nach dem Untergänge Wallen stein'ögelte eS für sie, bei der dann herrschenden Unordnung im kaiser.lichen Heere, im Trüben zu fischen — mit seinen Truppen audie böhmische Grenze vorzugehen. Allein selbst wenn die nachRegensburg geschickten Boten statt zögernden Mißtrauens ent.gegenkommcnder Bereitwilligkeit begegnet wären, es würde dochzu spät gewesen sein. Nachdem die Offiziere in Eger, die pro.testantischen Schotten Gordon und Leölie, durch den OberstenButtler, einen katholischen Jrländer, dem Wallenstein ab.wendig gemacht und dahin gebracht worden waren, nach kaiser.lichem Befehle daS Entkommen des Geächteten zum Feinde zuverhindern, ihre Hand zur blutige» Beendigung der ganzen Sachezu bieten, wurden am Abende des 25. Februar 1634 Jlow,Terzka, Graf Kinsky und des Herzogs Sekretär, RittmeisterNaumann, zum Faschtngsschmause auf die Burg geladen, durchdie Dragoner Buttler'ö niedergemacht; Wallenstein selbstwurde um Mitternacht von den Mördern, einigen hierzu bestell-ten Hauprleuten, in seiner Wohnung überfallen und ermordet.Von den vornehmen Offizieren, die nachmals alö Mitschuldigedes Ermordeten vor ein Kriegsgericht gestellt wurden, hatte Mr