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Zehnter Band.
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Einer/ der Freiherr Schafgotsch, die Todesstrafe zu erleiden.Ludwig Vllt., in ehrlicher Beschränktheit der Politik seinesMinisters zu folgen gewohnt, soll bei der ersten Nachricht vonFriedland'S Tode in Gegenwart des Hofgefolges gesagt haben:

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memö 8«it;" der Kardinal dagegen/ erschüttert von dem Ereig.Nisse/ daS eine bange Möglichkeit ihm vor die Seele rief/ undbetroffen über die Vereitelung eines lebhaft verfolgten PlaneS/habe auf die Kunde solchen Wortes seines Herrn geäußert: „leUoi pvuvuit bisn 86 äi8poii8sr äs dirs 8i lilnemsnl 868 pon-8668". Der eigene Antheil an dem Schicksale geistesverwandterGröße/ Scham, das Eingeleitete zu gestehe»/ und ErwiderungdeS klugen Schweigens Oesterreichs über die kündbare EinwirkungFrankreichs auf seinen treulosen Diener — mögen denn wohldie Gründe sein, weshalb der Kardinal in seinen Denkwürdig-keiten unerwartet als Schutzredner deS Gefallenen auftritt. Be-fremdend bleibt es immer/ daß Ferdinand in der Schrift/welche er zur Rechtfertigung der That von Eger bekannt machte/mit keiner Sylbe der Unterhandlungen mit Frankreich erwähnt/die ihm doch/ nach dem Zeugnisse des bayerischen Gesandten/kein Geheimniß waren, und das ganze Verbrechen des HerzogSallein in die „Verschwörung zu Pilsen" setzt. Nur die Rücksicht/den allerchriftlichstcn König, der noch immer den Schein deSFriedens behauptete, durch Veröffentlichung so gehässigen, un-würdigen Treibens nicht zu reizen, mag diese Schonung gebotenhaben; waren eS nicht vielleicht die einflußreichen Kapuziner zuWien, welche, aus Scheu vor ihrem Ordensbruder in St. Ger-mam. dem Pore Joseph, daS Stillschweigen über einen Punktbefahlen(?), dessen Aufdeckung Ferdinands Entschluß, wennauch nicht die haffenSwürdige Ausführung desselben, vor jedemUnparteiischen gerechtfertigt haben würde" *) ?

Barthold, a. a. O. — „Wenn der Kaiser aus den dringendstenGründen einen im Geiste der damaligen Zustiz ausgefertigten Befehl,die Hochverräther lebend oder todt zu greifen, unterzeichnete — wasaber keineswegs urkundlich erwiesen ist, wie vr. Mich. Röpell inRaumer's Histor. Taschenbuch für 1845: „Der Verrath Wallen-stein's an Kaiser Ferdinand II.", des Näheren zeigt — oder wenn erhinterher die That auf sich nahm, wie Mailath, Gesch. des öfter.Kaiserstaats, III., annimmt, so ist ihm doch darum die unmittelbar«