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Reiches Ehre und Wohlfahrt unvereinbar und hielten, abgesehenvon allem übrigen, noch manche Fürften zu den Feinden Deutsch,lands, wenn auch einen derselben, den Hessen, die verdiente Strafebald ereilte. Ein anderer, der bedeutendste und gefährlichstevon allen, ward hinweggerafft, alö er dem Ziele seines Ehrgeizessich nahe dünken durfte. Der Kaiser folgte dem Beispiele seinesVaters auch darin, daß er nicht persönlich die Heerführung über.nahm und, nachdem Herzog Georg von Lüneburg es abge.lehnt hatte, die Führung in Norddeutschland zu übernehmen,dieselbe Feldherren überließ, von denen keiner entfernt mit Tillyoder Wallenstein zu vergleichen war, geschweige denn eö mitBaner und Herzog Bernhard aufnehmen konnte. So nahmder Krieg eine für die kaiserlichen Waffen ungünstige Wendungund gewann mehr und mehr einen sür Deutschland verderblichenund schimpflichen Charakter, verderblich, weil die beständigen,fast planlosen Kreuz- und Querzüge die Länder auösaugten undzur Wüste machten, ohne daß damit ein anderer Zweck erreichtwurde oder erreicht werden sollte, alö die Ernährung und Be.schäftigung der Armeen, schimpflich, weil die Heere fremderMächte, welche deutsches Land verheerten und deutsches Volkmißhandelten, meist aus Deutschen bestanden. Diese Frevel stiegenzu der Höhe, daß Baner selbst gestand, es wäre kein Wunder,wenn sich die Erde eröffnete und durch Goileö gerechtes Verhäng.niß solche ehrvergessene Frevel verschlänge. Die Schweben könn.tcn nicht blos Pommern behaupten, und nach dem Tode desHerzogö Brandenburg an dessen Besitznahme verhindern, sondernauch GallaS auf die österreichischen Erblande zurückdrängen.Damit erhielt Bernhard von Weimar im Elsaß freie Hand.Er schlug bei Rheinfelden (1638, 21. Februar) die kaiserlichenGenerale Savellt, Johann v. Werth, Enkeford undSpcerr eurer, die sämmtlich in Gefangenschaft geriethen, nahmRheinfelden und Freiburg, eroberte sogar, nachdem zwei kaiscr-licheHeere vergeblich ihn daran zu hindern gesucht, die HauptfestungBrcisach und wollte nun mit Ban ör vereint- der inzwischen Böhmenwieder verlassen hatte, in das Herz Oesterreichs eindringen. Alleinnunmehr im Besitz von Elsaß und BreiSgau, die Versuche deSKaisers, ihn zu gewinnen, ablehnend, aber auch entschlossen, dasEroberte für sich zu behalten und von den Franzosen sich frei zumachen, starb er plötzlich (1639, 19. Juli). In einem Testa.mente hatte er verordnet, daß die von ihm eroberten Länder bei