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Zehnter Band.
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Um dieselbe Zeit (1640, Herbst) hatte nach langer Frist wie.der ein Reichstag zu Regensburg sich versammelt, wenn auchohne Betheiligung einiger der noch mit Schweden oder Frank,reich in Verbindung stehenden Fürsten. Banar machte in Ver.bindung mit den französischen Truppen eine Demonstration gegenRegenSburg; der Kaiser ließ sich aber dadurch nicht beirren unddie Verhandlungen wurden nicht unterbrochen. Dieselben warenauf Herstellung des Friedenö gerichtet. Die in Vorschlag ge.brachten Friedenskongresse zu Köln und zu Lübeck scheitertenzwar an Förmlichkeiten und an französischen und schwedischenWinketzügen, indeß verständigte man sich über die Wahl derStädte Münster und Osnabrück für jenen Zweck und der Kaisergab GeleitSbriefe für alle Bundesgenossen der Kronen; auch fürdie Nichtamnestirten. Er hatte nämlich (1641, August) eineGeneral-Amnestie für alle sich ihm wieder anschließenden NeichS.stände erlassen mit der Restitution an die weltlichen Besitzständenach dem sluln« <z»o von 1630, in die geistlichen nach dem stntus»Hin 12. November 1627. Diese Amnestie war zum Theil Folgedes TodeS (1640, November) des Kurfürsten Georg Wilhelmvon Brandenburg, dessen Sohn und Nachfolger Friedrich Wil.Helm einen Waffenstillstand mit Schweden einging.

Ein anderer anfangs auf dem Reichstag berathener Gegen,stand, die Schließung eines Waffenstillstandes bis zu den FriedenS.Handlungen und während derselben, kam leider nicht zur Aus.führung. Die Fürsten scheinen gefürchtet zu haben, währendeines Waffenstillstandes die Truppen der einen oder andern Parteiim Lande behalten zu müssen, der Kaiser selbst scheint die An.sicht festgehalten zu haben, daß der Friede bis zur gänzlichenBeruhigung dcS Reiches fortgesetzt werden müsse, weil dies alleinden sich stets steigernden Uebermuth der Feinde zügeln könne,Aber während blos über den Einleitungen zur Friedensunter.Handlung Jahre vergingen, und die Unterhandlung selbst sich imSchneckengang hinschleppte, herrschte solche HungerSnorh in Sach.sen, Hessen , am Rhein und im Elsaß, daß man gefallenes Viehnicht verschmähte, ja menschliche Leichen verzehrte, der Bruderdie Leiche der Schwester, die Tochter die der Mutter, Eltern ihreKinder schlachteten und ganze Banden sich zusammeiuhaten, umJagd auf Menschen wie auf wilde Thiere zu machen. Es warDiese Hungerönoth die natürliche Folge der methodischen Ver.Wüstung der Länder, welche von den durchziehenden Armeen ver.