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Gegen Torstenson aus Holstein war GallaS geschickt wor.den, aber statt denselben von Deutschland auszuschließen, konnteer nicht verhindern, daß der Schwede sich wieder tiefer nachDeutschland hineinzog und ihn so sehr inö Gedränge brachte, daßer nur Trümmer seines Heeres rettete. Sein Nachfolger Hay-feld war nicht glücklicher und dessen neugebildetes Heer wurdebei Iankau in Böhmen (1645, März) vernichtet und die Schwe-den drangen unaufhaltsam vor bis Brünn, wo Torstenson sogroßen Verlust, insbesondere durch Seuchen, erlitt, daß er um-kehren mußte. Unterdessen hatte KönigSmark von Holsteinaus das ErzbiSthum Bremen und Biöthum Verven erobert. Aucham Rhein kamen die kaiserlich'bayerischen Heere gegenüber denFranzosen, die unter Türenne und LouiS d'Enghi en (nach-maligem Prinzen von Condv) größere Anstrengungen machten,nachdem die Tuttlinger Niederlage ihnen allen KriegSgewinn zuentziehen gedroht halte, wieder mehr in Nachtheil. Die Lageschien nun selbst dem Kurfürsten von Sachsen bedrohlich genug,nach dem Beispiele Brandenburgs Waffenstillstand mit Schwedenzu schließen (1645, August). Und durch die Franzosen, mitdenen Torstenson'ö Nachfolger Wränget sich vereinigt hatte,im eigenen Lande hart bedrängt, that durch den Vertrag vonUlm (1647, 14. März) sogar der Kurfürst von Bayern denselbenSchritt, weil er den Einflüsterungen des Kardinals Mazarin,Nachfolger Richelieu'S, daß der Kaiser aus Rücksicht fürSpanien den Frieden verzögere, Gehör schenkte. Maximiliansuchte vorher die Zustimmung, die Theilnahme des Kaisers zuerlangen; derselbe hielt aber nur einen viermonatlichen Stillstandfür ralhsam, „weil die kriegenden Parteien den Frieden nie zuEnde bringen würden, indem ihnen der fortwährende Besitz dereingenommenen Länder gewisseren Vortheil brächte". Der zuUlm geschlossene Stillstand galt zugleich für den Kurfürsten vonKöln, und war mit Schweden, Frankreich und Hessen geschlossen.Die nächste Folge war ein unblutiges Nachspiel der Wallenstein'-schen Tragödie, indem die bayerischen Heerführer Werth, Sporku. a. sich und die Armee als im Dienste des Kaisers und Reichesbetrachtend, des Kaisers Partei ergriffen, aber von ihren Truppenverlassen und vom Kurfürsten für Verräther erklärt wurden. DerKaiser nahm die Entflohenen mit großen Ehren in seine Dienste,erklärte die über dieselben verhängte Aechtung und Güterein-ziehung für nichtig und gebot auch allen andern hohen und nie-