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heil und offenen Widerstand. Die alten Parteiungen der Gucl-fen und Ghibellincn lebten wieder auf/ blutige Bürgerkriege wir-lheten/ Näuderborden, geführt von den Piccolomini und denMalalesta- verübten furchtbare Rachethacen und entsetzliche Ver-heerungen.
Die Nachbarstaaten/ deren Mißstimmung Gregor durchseine hartnäckige Vertheidigung der päpstlichen Rechte erregthatte/ überließen ihn diesen inneren Wirren und gewährten denRäubern Zuflucht/ wenn ste bedrängt wurden. So vermochteweder das Schwert noch der Bann die Unruhstifter zu demüthi-gen/ und man mußte zu gütlichem Vergleich mir ihnen sich be-quemen. Alfonso Piccolomini setzte steh in Montabboddo festund ließ hier seine Feinde grausam hinrichten/ wobei seine Ban-diten wilde Tänze aufführten. In der Campagna schaltete erals Gebieter/ und endlich mußte ihm der Papst gestatten nachRom zu kommen/ um Verzeihung zu fordern; er erschien/ wohnteim mediceischen Palast und überreichte/ zur Erlangung der päpst-lichen Absolution/ eine so lange Liste von Mordthaten/ daß denPapst Entsetzen ergriff; aber wie sehr mußte seine Bewegung stchnoch steigern- als er vernähn,/ er müsse den Verruchten lossprechen-oder den eigenen Sohn unter den Mörderhänden bluten sehen!
Sirius V. 1S88.
SixtuS V. (Fe liee Peretti) zeigte sich fähig-so grauen-hafte Wirren zu bewältigen. Als er als Knabe die Schweineeines PächterS hütete- nahm ihn ein Franziskaner- sein Ohm,zu sich- ließ ihn erziehen und Ordensmann werden. Von Stufezu Stufe steigend- zu denjenigen sich gesellend- welche die Kirchewieder zu erheben trachteten- gelangte er zum Papate- ohne vonVerwandten erst gefördert- dann umgeben und behindert zu sein.Er richtete seine kräftigen Talente- seinen energischen und heroi-schen Charakter lediglich auf daö Ziel- das Papstthum, welchesan Macht verloren in dem Maße- als es an Achtung gewonnenhatte- nicht bloö nach dem alten Einfluß- sondern auch nach demalten Glänze wieder herzustellen. Er entließ einen großen Theilder Truppen und der Häscher- allein er hielt strenge auf die Aus-führung seiner Befehle und Dekrete, ohne alle Rücksicht auf diePersonen- auf daß Jedermann begreife- daß „Sixnrö regiere".
Um dahin zu gelangen, mußte zwei gewaltigen Mißständenein Ende gemacht werden, der Armuth des Staatsschatzes und