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in den Händen der Gemeinden befand, zu denen häufig wiederandere Gemeinden im Abhängigkeilsverhättniß standen; und wieder Adel zu Venedig, so beherrschte im Kirchenstaat der römischeHos alle diese Einzelherrscher. Allein während zu Venedig derErbadel, welcher die oberste Körperschaft bildete, die RegierungS-rechte alS ein von den Vorfahren überkommenes Eigenthum be-trachtete, änderten sich in der Curie die Elemente mit jedemConclave durch den Hinzutritt von Verwandten und HeimathS.genossen des neuen Papstes. In Venedig ferner wurden dieStellen von der Körperschaft, in Rom von dem Oberhaupte ver.liehen; hielten dort strenge Gesetze die Regierenden und Statt.Halter im Zaum, fesselte sie hier nur die Hoffnung auf Verbesse-rung der Stellung und Begünstigung an ihre Pflicht. Die Kon.stiiutioncn, welche Venedig verlieh, waren daher dauerhafter, diedeS Kirchenstaates hingen vom Willen dcS Papstes ab. Währenddie untere und die Mittelklasse ruhig und arbeitsam waren, be-fand sich der Adel, in dessen Händen die Municipalverwalcunglag, in einer beständigen Unruhe, verachtete Industrie und Kunst,besaß auch kaum eine bessere Bildung alS die übrigen Klassen;dabei vergaß er nicht die Parteibenennungen der Guelfen undGhibellinen, welche sie auf neue Kämpfe übertrugen. KeineStadt war, keine Familie, welche nicht zu dem einen oder andernBanner sich hielt, und sie unterschieden sich von einander in derKleidung, in der Art, daö Brod zu schneiden, das Schwert um.zugürren, eine Feder, Schleife oder Blume an der Mütze oderam Ohre zu tragen.
Diese Zwietracht und Eifersucht beraubte die Städte derKraft zur Behauptung der gemeindlichen Rechte. Jede Fraktionsuchte den neuen Legaten für sich zu gewinnen, statt seinen Ueber-griffen entgegenzutreten, gleichwie dieser selbst hiedurch genöthigtwar, sich auf die eine oder die andere Seite zu schlagen. Derrömische Landadel, welcher eine prunkhafte Gastfreiheit übteund ein üppiges Leben führte, unterhielt Beziehungen und Ein-Verständnisse mit den Herren in der Stadt , vorzugsweise abermit den ländlichen Eigenthümern, welche von ihm in patriar-chalischer Weise abhingcn. Einige derselben, welche frei geblie-ben waren, hielten sich zu der einen oder der andern Partei undsuchten sich namentlich mit den Häuptern gut zu stellen. Solebten die Wirren deS Mittelalters wieder auf und es wurdenauch die nämlichen Mittel wider sie ergriffen. Mitunter schloffen