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Dänemark war Giovan Angela Areimboldo als päpstlicherLegat nach Skandinavien gekommen, um Ablässe zu verkünden;er erwarb kür 1160 rheinische Gulden vom Könige daö Recht,im Lande umherzuziehen. AlS er aber mit der Ernte sich ein.schiffte, ließ Christian sein Schiff in Beschlag nehmen; derFang ward auf 20,000 Dukaten angeschlagen. Bald darauf drei.leren Olaf und Lorenz Petri (P ederSsöhne), Bruderaus Oerebro, die 1519 aus Wittenberg gekommen waren, wo sieLuthers Schüler gewesen, dessen Lehren in Schweden aus.Aber die Reformation entstand hier nicht, wie in Deutschland,auS einem Kampfe zwischen den religiösen, hierarchischen undpolitischen Meinungen, die mitunter zu tiefen Ueberzeugungenerstarkten, sondern sie ging auS einem Staatsstreiche hervor.Erich Troll, Erzbischof von Upsala, welcher unter dem Deck.manrel der Religion die nationale Partei unter Gustav Wasaniederwerfen wollte, haue im Namen Leo's X die Rebellen alsHäretiker verurrheilen lassen. Dies machte die römische Kircheverhaßt; sie ward mit der Sache der Dänen verwechselt undGustav richtete wie gegen diese, so auch gegen Rom seine An.griffe. Als er sodann, nicht von dem Adel, sondern von alle»lebendigen Kräften der Nation gehalten, auf den schwedischenThron gelangte (1523), gewährte er der Reformation Schutz,die ihn des von seinen Vorgängern geleisteten EtdcS, den Kleruözu achten, enthob. Da zwei Bischöfe dänischer Umtriebe in Da-lekarlieu beschuldigt wurden, trat er selbst als ihr Ankläger undfast auch alS ihr Henker auf, indem er sie vor der Hinrichtungden gröblichsten Mißhandlungen überlieferte. Ebe er sich jedochin entscheidender Weise auösprach, wollte er abwarten, bis diereformacorischen Ideen im Lande tiefer gewurzelt sein und bisder Papst und der deutsche Kaiser mit einander zu sehr beschäf.tigt sein würden, um den schwedischen Angelegenheiten Beach-tung schenken zu können. Inzwischen suchte der scharfsichtigeund schlaue Politiker durch heuchlerische Versicherungen die Be-fürchtungen der Bischöfe zu beruhigen, wählte für die erledig,ren Pfründen Personen, auf deren Schwäche er zählen konnteund ließ sich überhaupt durch keine Rücksicht auf Ehre oderGewissen abhalten, eine Religion in seinem Lande zu befestigen,welche, wie er erkannt, seine absolutistischen Tendcnzenbegiinstigie.*)
') Vergl. Augustin Theiner, Versuche und Bemühungen des heiligen