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Er versammelte (1527) auf einem Reichstage zu Westerus denAdel, die Bischöfe, Vertreter der Städte und der Bauern, ausjedem Kapitel drei oder vier Kanoniker. Noch vor der Eröffnungdeö Reichstages nahm er den Geistlichen die Ehrenplätze an derTafel und gab sie den Räthen, als den vornehmsten der Ritter-schaft, die mit seinem Wissen und Willen bewaffnet erschien.Einige vom Klerus wurden hierdurch eingeschüchtert, alleinBrask, der muthige Bischof von Linkiöping, brachte die Geist-lichkeit dazu, daß sie mit einer Festigkeit auftrat, die sogar einigevom Adel veranlaßte, ihre Sache zu ergreifen. Der König setztein seiner Anrede an die Versammlung auseinander, in welcherWeise er zum Besten des Staateö die hohen Steuern, unterdenen das Volk seufze, verwendet habe; er wisse wohl, daß dieGeistlichkeit sich beklage, er nehme auch Rücksicht auf ihre Wünsche,aber es müsse für die Heilung der Wunden des SraateS dadurchgesorgt werden, daß der König angemessene Beihülfe erhalte unddem Adel die durch die Unklughcit seiner Vorfahren enteignetenGüter zurückgegeben würden. Da erklärte die Geistlichkeit, nurder Gewalt weichen, in das Aufgeben von Rechten und in dieBeraubung der Kirchen nicht willigen zu können. „Dann, brachGustav aus, mögen wir auch euer König nicht länger sein.Einer anderen Antwort waren wir von euch gewärtig, könnenuns aber nun nicht wundern, daß uns das gemeine Volk allenUngehorsam und Verdruß erzeigt, da es solche Anstifter hat.Bekommen die Leute nicht Regen, so ist es unsere Schuld; fehltihnen Sonnenschein, so ist eö desgleichen; kommen schwere Jahre,Hunger und Pest, so werden wir beschuldigt; Alle wollet ihr unsmeistern; Mönche und Priester und Kreaturen deS Papstes setzetihr unS über das Haupt; und für all unser Bemühen zu euremWohle haben wir keinen andern Lohn zu erwarten, als daß ihres gerne sähet, es möchte die Axt uns im Genicke sitzen, wenn.gleich keiner von euch den Stiel selbst fassen will. SolchenLohn können wir so gut entbehren, wie einer von euch. Werwollte unter solchem Beding euer König sein? Nicht der Schlimmstein der Hölle, viel weniger ein Mensch"* *). Nachdem er so ge-
Stuhles in den drei letzten Jahrhunderte», die durch Ketzerei und Schisma
von ihm getrennten Völker des Nordens wiederum mit der Kirche zu
vereinigen, nach geheimen Staaispapieren. Auch unter dem Titel:
Schweden und seine Stellung zum heiligen Stuhle. Augsburg, 1837.
*) E. G. Geiser, Geschichte Schwedens. Aus der schwedischen Hand-