Band 
Zehnter Band.
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günstigen, und war dafür mit Einem Schlage vernichtet worden;nun die beiden Aristokratien niedergeworfen waren, erhob sich dieMonarchie auf ihren Trümmern. Gustav, seiner Nation anBildung überlegen und meisterlicher Redner, zog ausgezeichneteAusländer an seinen Hof; er liebte Kleidertracht, glänzende Festeund Gastmähler und die Musik, welche die Schweden vor ihmals weibisch verachteten. Auch nach außen hin machte er Schwe.den geachtet und brachte daS Land in Verbindung mit dem übn.gen Europa. Trotz seiner Heuchelei und Grausamkeit gewann erbei seinen Unterthanen mehr Liebe alS irgend einer seiner Vor.gänger. Die unter einer neuen Regierung, welche bestehendeInteressen und altgewurzelce Beziehungen verletzen muß, gewöhn,lichen Ausstände waren auch unter seiner Regierung häufig, na.mentlich in Dalekarlien, wo die Katholiken Zuflucht gesucht undgefunden. Lübeck hatte dabei feine Hand im Spiele, um den ver.lorenen Einfluß auf Skandinavien wieder zu gewinnen. Gustavthat, als öffne er den Klagen dieser aufgeregten Bauern, deneigentlichen Trägern seiner Erhebung, wohlwollend sein Ohr;diese Thalmänner wurden zur Zusammenkunft mit dem Königenach Tuna beschieden, hier von seinem Heer umringt, ihre An.sichrer hingerichtet; später wurden fie förmlich bekämpft, ihrealten Privilegien ihnen genommen, der Katholizismus auch indiesen Thälern gewaltsam ausgerottet.

Erich XIV. 1560.

Der Reichstag zu Ocrebro im Jahr 1540 erklärte die Kroneerblich in männlicher Linie, in Folge dessen Erich XiV denThron bestieg; aus Liebe indeß zu seinen drei Söhnen zweiterEhe hatte Gustav diesen Finnland, Ostgochland, Südermanlandals unabhängige Herzogthümer bestimmt. Der neue König suchtenun diese seinen Brüdern geschaffene Stellung und zugleich denAdel zu beschränken. Zu letzterem Zweck schuf er alsbald beiseiner Krönung drei Grafen und neun Barone, ungewohnteWürden in einem Lande, wo die nicht zur Ritterschaft gehören,den Adelichen unter sich gleich und wenig mehr als die einfachenBürger waren. Der König führte auch die Etiquette der südli-chen Höfe ein, und umgab sich mit einem Lehcnadcl, mit Käm.merern und zwölf Senatoren, von denen vier den geheimen Rathbildeten. Derselbe vertrat daher nicht mehr daö Volk, sondernwar ein Werkzeug deS Königs.