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Zehnter Band.
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terwerfen wollte, hatte sich an Erich übergeben (1561), wasLiesen in einen langen Krieg mit dem ganzen Norden verwickelte.Friedrich, König von Dänemark, welcher gleichfalls nachdem Besitze jenes Landes trachtete, nahm zum Vorwande seinerFeindseligkeiten den Wappenschild mit drei Kronen, welchen mitRücksicht auf die skandinavische Union beide Könige führten.Der daraus folgende wechselvolle und verheerende Krieg dauertenoch unter Johann 111 fort, biö derselbe endlich (1570) zuStettin Frieden schloß, wo ihm daö Recht zugestanden wurde,jenes Wappen zu führen und Dänemark seinen Ansprüchen aufSchweden, dieses den seinigen auf Norwegen, Scanicn undGothland entsagte. Die Hauptfrage, nämlich der Besitz vonLievland, blieb unentschieden, indem der Kaiser die Oberherr.lichkeit über dieses Land ansprach, das indeß, weil er die Ein.lösungssumme dafür nicht zahlen konnte, thatsächlich Johann 111verblieb.

Alö Johann Gefangener war, hatte seine Gemahlin Ka.thart na, aus dem polnischen Hause der Jagellonen, sich nichtnehmen lassen, die Haft mit ihm zu theilen, wie denn auch dieseVermählung eö war, welche Karl'n die Verfolgung seines arg.wöhnischcn Bruders zugezogen hatten sie machte sein Gemüthden Tröstungen der Religion zugänglich und gewann ihn, dersich fast leidenschaftlich theologischen Studien ergab, für die ka.tholische Kirche. AlS er nun auf den Thron gelangte, drängtenihn Katharina und einige von ihr herbeigezogene Priester, denkatholischen Kultus wieder herzustellen. Der König war jedochvorläufig nur dazu zu bewegen, eine Art von vermittelndemSchritt zu thun durch Einführung einer Liturgie, die der katho.lischen sehr nahe kam und die Aufnahme der Messe in alter Weifealö Opfer vorbereitete. Der Nachfolger deö Loren; PedcrS.son, ersten lutherischen Erzbischofs der alten Kirche (f 1573),setzte den Wünschen des Königö in dieser Hinsicht keinen Wider,stand entgegen, und überhaupt hätte der religiöse Zustand desschwedischen Volkes eine Wiederherstellung des alten Glaubensjetzt noch nicht erschwert.*) Um nun die Zurückführung Schwe.denS zur Kirche zu vollenden, schickte GregorXIII den ebenso

«1 „König Gustav I. hatte stets geleugnet, daß er eine neue Lehre einge-führt. Noch in Johannes Tagen wußte, der eingeführten Veränderungenungeachtet, ein großer Theil des Volkes nicht anders, als daß fie katho-lisch wären". Geifer, a. a. O. D. B.