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gewandten wie eifrigen A. Possevin an den schwedischenHof. Johann legte zwar im Stillen das katholische Glaubens-bekenntniß in seine Hände ab, aber seine Schwäche, seine Halb-heit gestatteten ihm nicht, auf der betretenen Bahn weiter zuschreiten. Er überließ von nun an die weitere Entwicklung seinerin Betreff der Wiederherstellung des allen Glaubens getroffenenMaßregeln in völliger Unthätigkett ihrem Schicksal. Als (1588)seine Gemahlin Katharina starb, erkaltete sein Eifer für dieKirche auf immer. Dazu kam, daß sich Johann in den Be-rechnungen seiner Selbstsucht getäuscht sah und sich dafür amPapste rächen zu müssen glaubte. Katharina Jagellonikamachte nämlich Erbansprüche an die italienischen HerzogthümerBari und Rossaro, und Johann hoffte diese Ansprüche durchVermittlung deö Papstes verwirklicht zu sehen. Als solche Er«Wartungen sich aber nicht verwirklichten, brach er die Unter-handlungen mit dem heil. Stuhle ab, die der Papst um derguten Sache willen bis jetzt fortgesetzt hatte, wollte nichts mehrvon den Jesuiten hören, hob das Priesterseminar zu Stockholmauf und setzte die Strafe der Landesverweisung auf den Ueber-tritt zur katholischen Kirche. Bald darauf (1585) vermählte ersich mit der Tochter deS ReichsrarhS Joh. Bielke, der sechS-zebnjährigen Guniloa, einer eifrigen Protestantin. Sein Bru-der Karl bot Alles auf, um diese Heirath zu hintertreiben, undals die neue Ehe mit einem Sohne, Johann, gesegnet wurde,stieg die Spannung zwischen beiden Brüdern auf'S Höchste; derBürgerkrieg drohte bereits, alS Karl, in der Hoffnung, sichauf dem Wege LeS Vergleichs eine sichere Zukunft zu gründen,in allen Streitpunkten nachgab, mit Ausnahme deS „rothenBuchs", wie die neue Liturgie genannt wurde, welche Johann,trotz seiner Erkaltung für die katholische Sache, als seine eigeneSchöpfung, als den Ausdruck seiner persönlichen religiösen Ue-berzeugung, an die er die Unsterblichkeil seines Namens knüpfte,immer noch mit beiden Händen festhielt, und in seinem ganzenReiche eingeführt wissen wollte. Indessen fügte sich Karl end-lich auch in Betreff dieses Punktes wenigstens so weit, daß erdie Entscheidung darüber der Geistlichkeit seines HerzogthumSanheimstellte. Diese aber, auf einer Synode versammelt, ver-warf die königliche Liturgie einhellig zur großen ErbitterungJohanns, der die sämmtlichen Mitglieder dieser Synode alsKinder des Teufels in allen seinen Staaten für vogelfrei erklärte.