Band 
Zehnter Band.
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außer Land kommen/ als zu deS Königs und der königlichenKinder Hochzeitfeier vonnöthen sei. SigiSmunds ältesterSohn sei Thronerbe von Schweden, möge er in Polen gewähltwerden oder nicht. Sigismund selbst solle/ nachdem er denschwedischen Thron bestiegen habe/ von dem Erzbischof vonUpsala gekrönt werden. WaS die übrigen Religionsverhältnissebetreffe, so bleibe König Johanns Liturgie Grundlage deSschwedischen Glaubens, wobei etwaige nähere Bestimmungen aufeiner einzuberufenden Kirchenversammlung festgesetzt werden sollen.SigiSmund dürfe in der Religion des Landes durchaus keineVeränderung vornehmen, und nie mit mehr als zehn katholischenGeistlichen nach Schweden kommen; doch sollen die von Johannwieder errichteten Klöster bestehen bleiben und die Nonnen vonWadstena (dem letzten und berühmtesten Kloster Schwedens) ihreneigenen Priester behalten. — Diesen merkwürdigen Entwurf vonbeiden Königen unterzeichnen zu lassen fanden die verbündetenAdeligen Mittel, und somit war für die katholischen Interessenein bedeutender Schritt vorwärts gethan. Denn wenn auch dasrothe Buch für die Grundlage der schwedischen Landeskirche er.klärt war, so hatte dieses selbst schon ein so katholisches Ge.präge, daß beinahe mit Gewißheit vorauszusehen war, wenneinmal der katholische SigiSmund den schwedischen Thronbestiegen habe, werbe auch daS katholische Bekenntniß im Landewieder die Oberhand erlangen.

Herzog Karl, der, wie schon erwähnt, fast beständig mitseinem Bruder im Streit lebte und für die Stütze deS schwe.dischen Protestantismus galt, erfuhr indeß von dem CalmarerStatut, und näherte sich, um die Gefahren desselben abzuwen.den, seinem Bruder wieder. Aber Johann, zu schwach zumentschlossenen Handeln, dabei mißtrauisch gegen seine ganze Um-gebung, schiffte sich nach Reval ein, um dort mit seinem Sohnezusammenzutreffen, angeblich wegen eines Friedensschlusses mitRußland, in der That aber um diesen nach Schweden zuführen,krönen zu lassen und ihm dann die Regierung abzutreten. Aberauch diesen Plan wußte der schwedische Adel zu hintertreibenund die beiden Könige wieder zu trennen. Der Regierung müde,legte Johann nach seiner Rückkehr dieselbe in die Hände seinesBruders, der sie mit Kraft und Geschicklichkeit, aber auch imHinblick darauf, seinem Neffen die Krone zu entwinden und siesich selbst auf's Haupt zu setzen, führte. Der Adel war somit