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Weser verlangten und von den Ständen bewilligten Steuern zurBestreitung außerordentlicher Ausgaben aufzufordern. Als nunin Folge dessen der Herzog den Pfarrer absetzte und der Erz.bischof sich darüber beschwerte/ schrieb ihm Karl: „Wir sind ge.sonnen/ das von unserem Vater erworbene Recht/ einen Geist,liche»/ wenn gegründete Ursache dazu vorhanden ist/ seiner Stellezu entsetzen/ zu wahren und zu handhaben; sonst möchten wirlieber unter dem Papste stehen/ als unter dem Erzbischofe undKapitel von Upsala." Durch solche Eingriffe in die geistlicheGewalt entfernte Karl die herrschsüchtige Geistlichkeit seinesLandes dermaßen von sich und seiner Sache/ daß sich ein großerTheil derselben auf die Seite deS katholischen Sigismundschlug, weil er unter dessen Regierung freier schalten und wal.ren zu können hoffte, und sich zudem die Verhältnisse so zu ge.stalten anfingen, daß es gerathener schien, dem Könige anzuhangen,alS dem Herzoge, gegen den SigiSmund bereits so sehr er.bitten war, daß er bei einer Ende 1596 auSgebrochenen Hungers,noth die Kornausfuhr auö Polen verbot. *)
Unter diesen Umständen hielt eS Karl für gerathen, einenentscheidenden Schritt zu thun. Er erklärte, seine Würde alsReichsoerweser niederlegen zu wollen; allein wie er die Regent,schaft von den Ständen empfangen, so wollte er sie auch inderen Hände zurückgeben. Zu diesem Zwecke schrieb er einenReichstag nach Arboga auf den Februarmarkc auö (1597), woohnehin viel Landvolk zusammenkam. Ueberhaupt war dafürgesorgt, die Landleute im ganzen Reiche, an deren Spitze sichwieder die Dalekarlier stellten, denen der erste Wasa den Thronverdankte, für Karl zu gewinnen. So ward der ausgeschriebeneReichstag schon deshalb vorzugsweise ein Bauerntag, außerdemaber dadurch, daß in Folge deS Verbots des KönigS und desReichöraths nur Ein Mitglied desselben und vom Adel nur we.nige außer dem im Herzogthume Karls ansäßigen erschienen.Dieser Landtag bestätigte die Söderköpinger Beschlüsse, erklärtejeden, der sich denselben widersetze, für einen Reichöfeind undLandeSverrälhcr, und zum Vollzieher dieser Beschlüsse den Reichö.Verweser mit unbeschränkter Gewalt.
") Im „Rsligionsfreund", 1846. Nr. 27—29, ist von Unterzeichnetemeine Abhandlung: „Die früheren Versuche, das protestantische Schwedenwieder zur Kirche zurückzuführen", veröffentlicht, welche hier vorzugs-weise benutzt ist. D- B.
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