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Salpeter, Schwefel, Pulver und Waffen aus der Ostsee in dieNordsee durch den Sund, welches Verbot dem Handel derHolländer großen Schaden zufügte. Sie versuchten durch Ver«Handlungen wie durch Gewaltmittel die Freiheit des Sundes zuerlangen, oder auch vermittelst Kanälen die Ostsee zu erreichen,und endlich benutzten sie die schwedische Flagge, welches Anlaßoder doch Vorwand zu einem Kriege mit Schweden gab.
Der Einfluß, welchen Schweden auf die AngelegenheitendeS Nordens, die hervorragende Stellung, die eS unter GustavAdolf erlangte, erregten beim dänischen Könige Besorgniß undEifersucht; er suchte daher Schweden bezüglich der Einmischungin die deutschen Angelegenheiten — wie wir betreffenden Ortesberichtet — den Rang abzulaufen und trat dann als Vermittlerzwischen Schweden und Oesterreich beim westphälischcn Friedenauf. Auf seinen Vorschlag ward jene Macht in Geld und nichtin Land entschädigt und wurden die schwedischen Veteranen inkleinen Abtheilungen unter die verschiedenen deutschen Fürstenvertheilt. Eine so parteiische Vermittlung erregte das Mtßver-gnügen SchwcdenS, welches unter dem oben erwähnten Vor-wände sich mit Holland verband und den Krieg begann. Däne-mark zog den Kürzern und die Soldaten, welche im dreißkgjäh-rigen Kriege Deutschland verheert hatten, fanden einen nochunberührten Schauplatz für ihre Raubgelüste. Christian aberverlor den Muth nicht und erlangte unter Vermittlung Frank-reichs den Frieden von Brömsebro (1643), welcher den Schwe-den die Zollfreiheit im Sund und Belt gewährte. Was Hollandanbelangt, so mußte eü während dreier Jahre den Zoll nacheinem vereinbarten Tarife entrichten, und zwar sollten die AuS-weise der Schifföpapiere genügen, ohne Untersuchung der Schiffe.Ulefeld, im Lande mißliebig geworden in Folge dieser mißli-chen Verhältnisse, ward als Gesandter nach dem Haag geschickt,wo er mit den Generalstaatcn einen Traktat schloß (1647), derden Tonnengehalt der Schiffe und den von diesen in den norwe-gischen Häfen zu entrichtenden Zoll regelte und die Grundlageabgab für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beidenStaaten.
Ueber Christian IV, welcher 61 Jahre lang regierte(f 1648), sagte Tilly, daß ihm zum großen Feldherrn nur daöGlück fehlte; ebenso konnte man sagen, daß er als Staatsmannlediglich der Verstellungskunst entbehrte.