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später wurde gesetzmäßig festgestellt/ daß nur der von den StändenGewählte zum König gekrönt werden sollte- Dieses Recht/welches die Polen als ein unschätzbares Zeichen der Freiheit be-trachteten/ sollte/ da es nicht vermittelst guter Institutionengehandhabt wurde / für das Reich die Quelle langer Leiden undendlich des Untergangs werden. Des KönigS Gemahlin warBona, des Galeazzo Sforza Tochter/ welche ihre tiefeVerachtung der nordischen Barbarei nicht verhehlte und im Ver-dachte stand/ zwei Schwiegertöchter vergiftet zu habe«/ um ihrenEinfluß auf den Sohn nicht beeinträchtigt zu sehen. Mit demdeutschen Orden kriegte Sigismund glücklich/ ließ sich imKrakauer Frieden (1525) Preußen abtreten/ welches jene Ritterseit drei Jahrhunderten im Besitz hatten/ und belehnte damitden Großmeister Albrecht von Brandenburg/ welcher dieReligion und seinen Orden verrathen. Begünstigt von diesemApostaten/ drang die Reformation zunächst in das polnischePreußen/ dann in das übrige Polen, wo ihr die Hußiten denBoden bereitet hatten / und endlich in Lithauen ein / ohne daßSi giSmund viel gegen ihre Verbreitung gethan hätte. Jo-h.ann TricessiuS wirkte im Geheimen als Reformator zuKrakau/ und Lismaninuü, ein berühmter Franziskaner undBeichtvater der Königin, nahm die neue Lehre an. Auch andereSekten faßten Fuß in diesen Ländern/ namentlich die von Fer-din and I vertriebenen Böhmischen Bruder. Der Calvinismusward von Francesco Staneari aus Mantua, dem ProfessordeS Hebräischen zu Krakau/ eingeführt (1547). Die Unitaricr/deren Meinungen von den Italienern ausgebreitet wurde» / ver-mochten bald in Polen eine von den Protestanten unterschiedeneSekte zu bilden. Luigi Lipomano, Bischof von Verona/war erster päpstlicher Nuntius in Polen/ sein weit milderer undvorsichtigerer Nachfolger GianfranceSco Commandoneerlangte die Annahme des ConzilS von Trient in diesem Reiche.
Sigismund II. August.
Sigismund August, der Nachfolger seines Vaters, ver-mählte sich ohne die Zustimmung des Reichstages mit BarbaraRadziwil, der Wittwe eines einfachen Edelmanns. Da ihmdie Lutheraner hartnäckigen Widerstand entgegensetzten, näherteer sich den Katholiken, in welcher Weise die Opposition einenreligiösen Charakter erhielt. Er hatte denLismaninuS reisen
Tun tu, Weltgeschichte. L.